Gojele

(Originalausgabe)

Vor dem Hintergrund autobiographischer Authentizität wird in den tragikomischen Episoden dieses modernen Schelmenromans von der Identitätssuche des zwölfjährigen Heinrich Adolf Dedek erzählt, der als gebürtiger Deutscher 1946 aus Mähren ausgesiedelt werden soll, aus purem Zufall jedoch auf eine Gemeinschaft von Juden trifft, die der Vernichtung durch die Nazis entkommen sind. Weder ideologiebeflissen-harmonisierend oder schuldbewußt-sentimental setzt sich dabei der Junge mit dem Trauma seiner Verführung auseinander, sondern direkt und unpathetisch, mit der wohltuenden Katharsis des Geschichtenerzählens