Der Tag und die Stunde

(Originalausgabe)

Im vorletzten Kriegsjahr warten in einem Arrestbunker des Westwalls Emil Osthoff, Gregor Kestlin und Jakob Schewe, angeklagt der eine, Langzeitfolgen einer Verwundung zu simulieren, die beiden anderen wegen Fahnenflucht. Osthoff, zu Gefängnis verurteilt, kommt in eine Strafkompanie an der Ostfront, Kestlin und Schewe sollen erschossen werden.
Nach dem Kriege sucht Osthoff in dem Bunker nach Spuren ihrer Inhaftierung, um ein Wiederaufnahmeverfahren zu erreichen.
Dabei durchlebt er erneut die seinerzeitige Einkerkerung. Er erinnert ihre so unterschiedlichen, jungen Leben, die im Arrestbunker aufeinander treffen und in den Gesprächen zunehmend Kontur gewinnen, die sie, auf "den Tag und die Stunde" des Urteils wartend, miteinander führen.