Gib du mir einen Namen
(Originalausgabe)
Johannes Greber ist in eine in den Alpen lebende Schreinerfamilie hineingeboren und leidet seit seiner Geburt unter einer juckenden Hautkrankheit. Trotz ärztlicher Konsultation kann dem Jungen nicht durchgreifend geholfen werden, und Johannes muß lernen, mit den Hänseleien seiner Umwelt umzugehen. In dem mißgestalteten Kalle Kirchmaier und in der hübschen Vanessa Mader findet er Freunde. Drei Generationen wohnen im Greberschen Haus unter einem Dach, in dem es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den Generationen kommt. Johannes verliert die Mutter in jungen Jahren, weil diese glaubt, durch ihre Gebete die Krankheit des Jungen auf sich ziehen zu können. Der Schreinergeselle Fabian Kaiser ersetzt ihm durch seine Freundschaft in den schwersten Jahren seines Lebens Vater und Mutter.
Als junger Mann, inzwischen selbst Tischlergeselle, muß Johannes erkennen, daß er durch sein abstoßendes Äußeres nie ein Mädchen für sich haben wird. Er verzieht sich wenigstens für ein paar Monate im Jahr in die Einsamkeit der Bergwelt, wo er sich eine abgelegene Hütte baut.
Eines Tages taucht dort ein angeblich blindes Mädchen auf, bei der er Erfüllung findet. Aber das Glück mit Merle, dem Mädchen, das weder seine Identität noch seine Herkunft preisgibt, dauert nur einige Wochen.
Der Roman nimmt ein unerwartetes Ende und hinterläßt beim Leser einen Nachhall, wie es nur ganz außergewöhnliche Bücher tun.
Der Gürtel des Verräters
(Originalausgabe)
Gotthard Förster, der nach Meinung seines ehrgeizigen Vaters, eines Gendarmerieoffiziers, "aus zu weichem Holz geschnitzt ist", wird von ihm trotz einer Erkrankung zur Teilnahme an einem strapaziösen Ausleselehrgang für eine "Adolf-Hitler-Schule" gedrängt, den er wie durch ein Wunder überlebt. Angewidert von dem, was ihm seine Freunde vom Liebesleben der Erwachsenen erzählen und was er als Lauscher an der Schlafzimmertür seiner Eltern erfährt, möchte er sich dem Erwachsenwerden entziehen. Als er aber mit 15 Jahren von einem Tag auf den anderen seine Zuneigung zu Susanne Waldmann entdeckt, fällt er in einen romantischen Liebestaumel. Schuldgefühle gegenüber seiner und Susannes Mutter und die Aussichtslosigkeit, immer mit Susanne vereint sein zu können, stürzen ihn in eine lebensbedrohende seelische Krise, die noch verschärft wird durch die beängstigenden Nachrichten vom Kriegsschauplatz, durch Erlebnisse mit Flüchtlingen aus den Ostgebieten und durch die Gewißheit, daß auch er noch Soldat werden muß. Er überlebt Wehrertüchtigungslager und die Wirren des Kriegsendes, aber als er aus dem Elternhaus flieht, um für immer bei dem geliebten Mädchen zu sein, wird ihm der Gürtel des Verräters zum Verhängnis.



