Nora

Eine Reise in den Orient
(Originalausgabe)

wuchs in Hamburg auf und lebt heute in Neuental. Ihre Kreativität beweist sie nicht nur in ihrem Beruf sie ist Architektin, auch das Interesse für arabische Musik und Kultur zeigt ihre Weltoffenheit. Die Vielfalt ihrer Talente vereinen sich in ihrer schriftstellerischen Tätigkeit.
Ihre Bildung erwarb sie unter anderem auf Reisen in den Orient. Über ihren ersten Roman schreibt sie: Bis in die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts war in Europa der Orient in Mode und stand stellvertretend für Sinnlichkeit und Lebensgenuß. Der Orient begegnet uns in der westlichen Kultur häufig aus einer männlichen und verklärten Sicht. Einen Gegenpol dazu bildet die ebenfalls in der westlichen Welt aufgewachsene Romanfigur Nora, die für sich die orientalische Kultur und die Welt der Frauen entdeckt.
Sabine Bürger läßt uns mit ihrer Reise eine fremde Welt erleben, die wir nicht vergessen werden.

Berlin, im Jahre 1908:
Nora Bollmann, Tochter aus gutem Hause, ist mit den Vorbereitungen für ihre Hochzeit beschäftigt, als sie ein Telegramm aus Ägypten erhält. Ihr Vater, ein angesehener Archäologe, bittet Nora, nach Kairo zu kommen, denn er ist schwerkrank. Nora unternimmt die weite Reise, aber der Besuch verläuft anders als gedacht.
Fasziniert von dem ungewöhnlichen Land und verwirrt von widersprüchlichen Gefühlen, tritt sie schließlich die Heimreise an.
Bei einem Aufenthalt in Konstantinopel lernt sie im geschäftigen Basar Abdulhassan Pascha kennen. Nora ist unschlüssig, ob sie seine großzügige Einladung annehmen soll. Sie gerät in einen Harem. Dort eröffnet sich ihr eine bis dahin unbekannte Welt: Das Leben der Frauen ist voller Sinnlichkeit und Lebensfreude, aber sie kennen ebensogut Intrigen und Leid. Schnell knüpft Nora Kontakte. Bald bereitet es ihr Mühe, sich der magischen Welt zu entziehen. Aber zu Hause warten immer noch die Familie und der Verlobte auf ihre Rückkehr, und so macht sie sich auf den Weg.
Während ihrer Abwesenheit hat sich daheim wenig verändert, dafür sieht Nora jetzt manche Dinge anders.
Ist der vorgezeichnete Lebensweg wirklich der richtige für sie?