Leseprobe

aus Werner Hoch: Die verschollene Vergangenheit

Inhaltsverzeichnis
Vorwort – Seite 5

Kapitel 1
Der Bogen ungelöster Rätsel – Seite 8Kleine Eigenheiten der Archäologen – Seite 8
Noch immer rätselhaft – Seite 14
Wissen aus dem Nichts? – Seite 18
Ignorierte Tatsachen – Seite 36
Die anderen Pyramiden – Seite 45
Was geschah vor den Hochkulturen – Seite 49
Wie alt ist der Mensch? – Seite 52
Kapitel 2
Das Universum – ein Ort des Lebens Seite – 59Ein unbekannter Begleiter der Erde – Seite 61Die Barriere Lichtgeschwindigkeit – Seite 63Unser Sonnensystem ist nicht einmalig – Seite 65
Die Zeitdilatation – Seite 68
Kann die Zeit Rückwärts laufen? – Seite 74
Der Tunneleffekt – ein Weg durch das All? – Seite 76
Fazit der Betrachtungen – Seite 81 Kapitel 3
Die Weisen aus dem Horizont – Seite 85
Das Mumifizieren und das Klonen – Seite 86
Manna, ein Geschenk von Außerirdischen? – Seite 88
Botschaften einer frühen Kultur? – Seite 94
Die Erste Zeit – Seite 105
Unbekannte Entwicklungshelfer – Seite 113
Das rätselhafte Wissen der Dogon – Seite 121
Es gab nie eine gleichförmige Entwicklung – Seite 132

Kapitel 4
Der Horizont Ägyptens – Seite 135Sind Ägyptologen ehrlich? – Seite 135
Wie rollt man tonnenschwere Quader? – Seite 145
Neues vom Giseplateau – Seite 153
Sind Sterne der Beweis? – Seite 157
Unsere Augen spielen mit – Seite 159
Weitere Ungereimtheiten – Seite 162
Das 20. Jahrhundert im alten Ägypten – Seite 167
Kapitel 5Der Knick in der Entwicklung – Seite – 177Eine Hochkultur im westlichen Atlantik? – Seite 177
Wanderer der Steine – Seite 186
Das westeuropäische Rätsel – Seite 192Früh war der Mensch aktiv – Seite 197Die Meere, der Weg zu anderen Kontinenten – Seite 205
Der Kalender – Seite 217Sehr modern und doch so alt - Seite 222

Kapitel 6
Neue Entdeckungen bringen neues Wissen – Seite 226Unsere wilden Vorfahren – Seite 226
Und immer wieder Überraschungen – Seite 230
Die Natur spielt mit – Seite 236
Wann griff der Mensch zum Schreibstift? – Seite 241
Die sanfte Medizin – Seite 247
Hüter alten Wissens – Seite 250
Entdeckungen die verblüffen – Seite 255
Kapitel 7Geschichten oder Geschichte? – Seite 262
Woher hatten die Schreiber ihr Wissen? – Seite 263
Die Gegenwart in der Vergangenheit – Seite 273
Berichte aus religiösen Texten – Seite 283
Was die Arbeiten der Wissenschaftler erschwert – Seite 292

Kapitel 8
Die Faust der Schöpfung – Seite 296Immer währende Gefahren – Seite 296
Grüße aus dem Weltraum – Seite 301
Wurde Nordamerika entvölkert? – Seite 305
Die unruhige Erde – Seite 308

Zusammenfassung und Diskussion – Seite 316
Anhang – Seite 352Literaturhinweise – Seite 353
Quellen der Zitate – Seite 355
Register – Seite 358

Leseprobe aus Werner Hoch: Die verschollene Vergangenheit. Populäres Sachbuch (Ausschnitt aus dem ersten Kapitel)

Kleine Eigenheiten der Archäologen
Bevor ich auf die Ereignisse aus der Vergangenheit komme, sollten wir kleine Eigenheiten kennen, die in der Archäologie leider an der Tagesordnung sind.
Für die Archäologen gibt es keine Zweifel, dass das Alter der Anlagen auf dem Gisehplateau feststeht. Nun wird aber genau das von der Sphinx bezweifelt. Dieser Ansicht sind jedenfalls Geologen. Denn ihrer Meinung nach ist diese Figur wesentlich älter. Es ist klar, dass von den Ägyptologen heftig widersprochen wird. Es werden Daten genannt und auf ägyptische Überlieferungen hingewiesen. Die Fakten sagen aber etwas anderes aus, meinen die Geologen. Denn nach ihren Kenntnissen entstanden die festgestellten Erosionen eindeutig durch langanhaltende Regenfälle. Dennoch wird das Urteil der Geologen abgelehnt. Halten wir uns Folgendes vor Augen.
Graben Archäologen irgendwo Knochen aus, werden sie von Anthropologen untersucht, denn sie sind die Spezialisten. Im Falle der Sphinx sind die Spezialisten Geologen. Warum, so muss man fragen, wird deren Urteil abgelehnt? Wir werden im Weiteren erfahren, dass sich die Archäologen des Öfteren so verhalten. Das zu wissen trägt, meine ich, zum besseren Verständnis über Publikationen der Archäologen bei. Wobei allerdings betont werden muss, dass nicht alle Fachleute so handeln.
Glücklicherweise gibt es auch Archäologen, die durchaus die Schwächen ihres Berufes kennen und auch darüber sprechen. Sie geben auch unumwunden zu, dass viele der Schwächen von den Fachleuten selbst verursacht werden. Aber es kommt noch etwas anderes hinzu. Der bekannte Vertreter der Neuen Archäologie, Lewis R. Binford, sagte dazu Folgendes:
„Denjenigen unter uns, die Ende der Fünfziger und Anfang der sechziger Jahre ihre Berufslaufbahn als Archäologen begannen, wurde eine recht konservative Ausbildung zuteil.“
Die methodologische Ausbildung zum Beispiel war, wie Binford schreibt, recht bescheiden, stand aber noch vor der Stratigraphie, also der Schichtenfolge des Bodens. Letztere liefert aber den Ansatz für die Altersbestimmung einer Fundstätte oder von Artefakten. Was können wir daraus entnehmen? Dass in den vergangenen 40 Jahren von Archäologen mit dieser Ausbildung das Weltbild geformt wurde.
Lewis R. Binford gehört nicht nur zu den herausragenden modernen Archäologen, er vertuscht auch nichts. Er weist darauf hin, was in seiner Disziplin falsch gemacht wird. Danach verlässt sich der Fachmann auf seine Erfahrung, was auch in Ordnung ist. Dennoch kann es nur bei Vermutungen bleiben, wobei die größte Wahrscheinlichkeit den Vorrang erhält. Auch das muss akzeptiert werden. Aber die größte Wahrscheinlichkeit muss nicht unbedingt stimmen. Binford beschreibt das so: „Gewöhnlich hilft man sich mit der Methode der multiplen Arbeitshypothesen. Unverblümt gesagt: Man erkennt aufgrund seiner Erfahrung, die Dinge könnten sich so oder so verhalten haben, und fällt sein Urteil nach dem Grade der Plausibilität.“
Damit wird, denke ich, deutlich aufgezeigt, dass auch die Aussagen der Experten mit Unsicherheiten behaftet sind. Nun werden sicher die meisten, die sich der klassischen Archäologie verschrieben haben sagen, dass dies doch ganz natürlich ist, denn niemand aus unserer Zeit kann die damaligen Ereignisse beobachtet haben. Durchaus korrekt! Aber es lässt sich an vielen Beispielen beweisen, dass die Aussagen der Fachleute apodiktisch sind, obwohl sie nur von Vermutungen ausgehen können.
Beim Durchforsten der Fachliteratur, ob Bücher oder Artikel, ist des Öfteren zu bemerken, dass die Veröffentlichungen von Fachleuten nicht korrekt sind. Dabei kommt der Verdacht auf, dass sich mancher Experte über sein eigenes Fachgebiet nicht ausreichend informiert hat. Und die jeweiligen Medien können natürlich nur das publizieren, was von den Wissenschaftlern angeboten wird. Hier zwei Beispiele:
Am 31. 10. 2000 meldete bild der wissenschaft (Newsticker), dass in Fumana nahe Verona (Italien) Felszeichnungen entdeckt wurden, die mindestens 10.000 Jahre älter sind als die bisher bekannten in den Höhlen Lascaux (Südfrankreich) und Altamira (Spanien). Dr. Alessandra Astes, Leiterin des Naturgeschichtlichen Museums in Verona war von der Entdeckung ebenso begeistert wie der Forschungsleiter Professor Broglio von der Universität in Ferrara. Denn solche Entdeckungen gelingen ja nicht alle Tage.
Am 2. 11. 2000 folgte Morgenwelt, ein wissenschaftlicher Onlinedienst, mit einem Bericht über diese Entdeckung. Auch hier wurde das höhere Alter, 36.500 Jahre, gegenüber den bislang bekannten Felsmalereien, rund 30.000 Jahre, hervorgehoben. Für Professor Alberto Broglio sind die Bilder sogar die ältesten überhaupt. Und das stimmt nicht! Es gibt nämlich erheblich ältere Felszeichnungen!
In Australien wurden Felsmalereien entdeckt, die mindestens 116.000 Jahre alt sind. Das Alter konnte deshalb recht genau bestimmt werden, weil eine Wespenart ihre Nester auf Bildern angelegt hatte. Nach dem Verlassen versteinerten diese. Da es sich um organisches Material handelte, konnten die Fachleute auch ihr Alter ermitteln. Und daraus lässt sich entnehmen, dass die Felsbilder in Fumana nicht die ältesten sind. Also kann es doch nur heißen, dass die in Italien entdeckten Abbildungen die ältesten in Europa sind.
Damit jetzt keine Missverständnisse auftreten, möchte ich dazu anmerken, dass nicht die Absicht besteht, diesen oder jenen Wissenschaftler anzuprangern. Es sind noch immer Experten in ihrem Fachbereich. Ich will nur aufzeigen, dass solche Artikel den interessierten Leser auf ein falsches Gleis schieben können. Sein Weltbild gerät in eine Schieflage. Und es kann dann auch nicht verwundern, wenn die Frage auftaucht, ob sich die Wissenschaftler in ihrer eigenen Disziplin überhaupt ausreichend informiert haben?
Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Australien noch vor einigen Tausend Jahren von den größten Tieren jener Zeit bevölkert wurde. Zum Beispiel lebten dort Eidechsen, die eine Länge von bis zu sieben Metern erreichten. Im Australischen Museum kann diese Megafauna in Lebensgröße besichtigt werden. Alle übergroßen Arten wurden dann von den eintreffenden Menschen, den Aborigines, ausgerottet, als sie vor 50.000 Jahren australischen Boden betraten. Wenn die ersten Einwanderer den Kontinent in jener Zeit erreichten, wer malte dann die Bilder auf Felswände, die rund 116.000 Jahre alt sind?
Übrigens: Der „Mungo-See-Man“ sollte in der Fachwelt eigentlich bekannt sein. Und der hat ein Alter von 60.000 Jahren. Der See liegt aber im Südosten von Australien. Das heißt, die Einwanderer hatten fast den ganzen Kontinent zu durchqueren, um den Mungo-See zu erreichen. Folglich müssen die Aborigines erheblich früher in Australien angekommen sein. Hinzu kommt,
Am Mungosee wurde eine 60 000 Jahre alte
Brandbestattung entdeckt.

dass auch Werkzeuge entdeckt wurden, deren Alter mit 176.000 Jahren angegeben wird. Und diese Fakten sind schon seit einigen Jahren bekannt. Dennoch heißt es in einem Artikel im September 2.000, dass die ersten Menschen den australischen Kontinent vor 50.000 Jahren betraten.
Michael Rappenglück von der Universität München ist überzeugt, den ältesten von Menschenhand geschaffenen Mondkalender entdeckt zu haben, und zwar in der Höhle von Lascaux in Südfrankreich. Die dortigen Felszeichnungen sind rund 15.000 Jahre alt. Also werden die Punkte, die Rappenglück als Mondtage deutet, wohl nicht älter sein, eher jünger. Das Alter ist in der Tat erstaunlich, zeigt es doch, dass der Himmel schon früh beobachtet wurde. Und doch sind die Punkte nicht die älteste Aufzeichnung von unserem Trabanten.
Es existieren drei kleine Knochenstücke, die eigentlich in der Fachwelt bekannt sein dürften. Sie wurden in den Höhlen Blanchard, Lartet und der Grotte von Placard (Frankreich) gefunden. Da die Knochen merkwürdige Zeichen enthielten, wurden sie mit einem Scherenmikroskop untersucht. Dabei stellte es sich heraus, dass sich die Zeichen auf die Mondphasen beziehen, die in einem echten Code in die Knochen eingraviert worden sind. Und das war vor rund 35.000 Jahren. Also lange vor der Erfindung der Schrift, wenn diese tatsächlich erst vor 5.000 Jahren entwickelt wurde. Doch wenn es sich wirklich um einen Code handelt, wie Alexander Marshack meint, dann muss man sich natürlich fragen wie man damals ohne jegliche Kenntnis von Schriftzeichen einen Code schreiben konnte. Das ist jetzt allerdings nicht entscheidend. Vielmehr zählt hier die Tatsache, dass erheblich früher Daten des Mondes aufgezeichnet wurden als von Rappenglück behauptet wird.
Transkription der Zeichen auf einem Knochen. Festgehalten ist der
Zyklus von 59 Tagen zwischen Vollmond und letztem Viertel

Was wir diesen Beispielen entnehmen können ist, dass die Berichte von Fachleuten des Öfteren mehr von der eigenen Überzeugung geprägt sind als von den Tatsachen. Zwar werden der Fundort oder die Fundstücke der Wirklichkeit entsprechend beschrieben, doch wird dabei manchmal aber außer Acht gelassen, dass solche Entdeckungen schon anderen gelangen. Andererseits sind alle, die sich für die Vergangenheit interessieren, auf Veröffentlichungen der Experten angewiesen. Wenn diese jedoch ihre Auffassung als die allein gültige ansehen, wird man sich dem Ziel, die Ungereimtheiten der Vergangenheit aufzulösen, allerdings nur sehr langsam nähern. Dabei gibt es zahlreiche Fakten, die hin und wieder eine Bestätigung durch Texte finden, aber dennoch von den Fachleuten ignoriert werden, weil offenbar nur die eigene Meinung zählt. Auch dann noch, wenn es harte Fakten gibt.

Noch immer rätselhaft
Es sind nicht allein die zahlreichen merkwürdigen Artefakte, die auf eine höhere Entwicklung hindeuten, man muss auch einmal das Umfeld in jener Zeit betrachten. Danach wird auch von Ägyptologen nicht bestritten, dass die Kultur im Lande des Nil scheinbar aus dem Nichts auftauchte. Es gibt hier, wie auch in Mesopotamien, keine Anzeichen einer vertikalen Entwicklung, die sich von unten nach oben bewegte. Zwar lebten bereits Menschen am Nil und in der näheren Umgebung, doch war ihr Niveau eher bescheiden, obwohl sie offenbar hervorragende astronomische Kenntnisse besaßen (Napta). Wenn dennoch plötzlich eine Hochkultur erscheint, dann bietet sich die Annahme, dass hier irgendwer nachgeholfen hat, doch förmlich an. Mit anderen Worten, der Anstoß kam von außen. Nach unserem Verständnis ist es jedenfalls unmöglich, dass mit dem plötzlich höheren Standard auch gleich noch eine fertige Schrift existiert und die Baumeister Kenntnisse besitzen, die sie dann ohne jegliche Erfahung erlangten. Gerade eine Hochkultur geworden, fuhren Schiffe nach Punt (3.000 v. Chr.), um von dort begehrte Waren zu holen. Das ist ein Entwicklungssprung und hat nichts mit einer kontinuierlichen Entwicklung zu tun. Entwicklungssprünge kommen jedoch nicht von allein, sondern werden durch äußere Ereignisse verursacht.
Den gleichen Vorgang finden wir auch jenseits des Atlantiks. Dort erschienen die Olmeken wie aus dem Nichts. Also auch hier muss es einen Anstoß gegeben haben. Lange Zeit hielt man sie für die Sumerer der Neuen Welt. Das trifft zwar nicht mehr zu, doch wird damit aufgezeigt, dass dieses Volk nicht nur unversehens in die Geschichte eintrat, sondern auch noch ein ungewöhnlich hohes Niveau besaß. Und das kann man wirklich nicht als normale Entwicklung bezeichnen. Es dürfte damit klar sein, dass hier irgendwer Hilfe leistete. Denn das Wissen, das die Völker plötzlich besaßen fiel ja nicht vom Himmel. Diese Tatsache ist auch den Archäologen bekannt. Doch können sie sich nicht dazu durchringen, eine noch unbekannte, aber hoch entwickelte Kultur zu akzeptieren. Das wäre meiner Auffassung nach die schlüssigste Erklärung für diese Ungereimtheit.

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