Leseprobe

aus Caspar Mesenhöller: Chimären. Ein entropischer Roman


III

Vielleicht scheint es nur so: daß der dritte Hahn am kräftigsten glänzt. In der weitesten Entfernung, oberhalb St. Peter, spiegelt aus der größten Höhe, schwebt? wie abgelöst, eine letzte Haube verjüngt, Nadel verliert sich, Flirren, Blinken – i-Punkt. – Dom, Kontrapunkt: blitzt auf, fast weiß – verglüht. Hat diesen barocken Misthaufen an den Hacken und kommt nicht hoch, runtergezogen von immer Älterem, Blechkuppel, Backsteinturm, Feldsteinsockel, die in noch früherem, allerfrühstem Dreck wurzeln – im Grunde wie der Jakobsgockel. Krallt sich auch an so einem vierschrötigen Archaismus fest. Ragt als bloß noch überstiegene Konsequenz aus seinem angespitzten Gotenhauer, matt funkelnd. Ins Nichts. Den Wind, der auffrischt; beide, Jakob und Dom, irrlichtern schon einen Schimmer rötlich: Es wird Abend.
Sie denken an was, bitte?
Schon gut.
Sicher?
Jetzt härtet das Licht aus. Sticht und trennt, dies von jenem, mich von dir, dunkles Kröpfchen, helles Töpfchen, die Sonne rutscht aus der Welt und schneidet scharfrandige Schatten. Die Kontraste schmerzen in den Augen. Der Wind von See, der tags die Hitze gelindert hat, wird kalt.
Erinnern Sie sich ruhig. Es wird Ihnen guttun, glauben Sie mir.
Hau ab.
Sicher?
Vor – zwei Monaten kam über Nacht der Schnee zurück ...
Ja, es war einmal schon Frühling. Osterglocken.
Drei Hähne. Spätes Gold: das Licht wird schlecht, wir sollten Schluß machen.
Aber?
Aber. An jenem Freitag brach alles ein. Straffer Landregen, goß dicht und ruhig die Nacht durch. Samstag wurde die Luft hart und bitter, der Boden kalt. Dann fing es an zu graupeln. Ich wechselte von Marina, dem anderen, schäbigen Ufer rüber, auf dem sich auch das Siegesdenkmal und das Historische Archiv befinden – die Düna ein zerschlagenes Blei. Die Türme konnte man nicht sehen, von den Hähnen keine Rede, und als wir nach Mitternacht aus dem Dickens kamen, fiel uns Schnee in die Schuhe. Flog in die Kragen und trieb noch immer mehr durch die Stadt, vor St. Peter stieg eine tiefe weiße Decke an, die Taxifahrer fluchten auf ihre Mütter: verdammter Steppeneinbruch! – Aber Richtung Südost war der Zierrat auf dem Akmens tilts schwarz.
Und?
Die Geländer trugen dicht festgepreßte Ablagerungen auf der anderen Seite, nach Nordwesten, der See hin: das war übers Wasser gekommen. Von Europa her durch den Belt oder aus den Schären geweht, waldgeboren backsteinerne Küsten entlanggezogen, über das neblige, koggische, feenreiche, von Protestanten und ihren Orgelchorälen umlebte und umstorbene Meer, aus dem Nichts, aus sich selbst, über See, über das bißchen Land zwischen der See und der Stadt gekommen, das die Flugzeuge auf ihren Warteschleifen hinter sich lassen, und war in die Stadt gefallen, über Ziegel und Gassen her zum Tanz, huiiih: hatte Lene gejuchzt.
Ah. Hui gejuchzt. So.
Sonntag gegen Mittag ließ der Blizzard nach, verflog und gab den Blick auf die ausgefällte weiße Masse frei: schwer wie ein alter Fluch lag das Zeug auf der Stadt. Wir dachten, alle Zweige im Park müßten brechen. Kabel reißen, die Busse verenden, Dächer einkicken. Aber das ist nicht passiert. Nur ein Moment Stille. Dann klatschte es überall runter, durch die Šķūņu iela lief genau in der Mitte ein Pfad, rechts und links von dem sich die Giebel entluden, pilziger Schleim, Matsch pladderte in die Gossen, die Porzellanflächen sackten zusammen, Wehen zerfielen, und Verkehrsmittel zerfuhren die falsche Jahreszeit zu brauner Gischt, Hauswarte schippten den Spuk weg; dreckige Eisbretter entstanden, vergingen aber bald. Allein die Kälte und die Nässe blieben. Die geruchlos feuchte, bittere Luft. Bis der Wind und das harte Licht wiederkamen, lange Tage, Schlagschatten und kurze Blüte, und in ein paar Wochen wird die Sonne ihre nördliche Kehre ziehen und sich verpuppen in diesiger Schwüle.
Poetisch.
Dann kommt die Flucht nach Jurmala. Strand, luftiges Exil. Narren halten aus, und die Armen. Dann wieder die lange Nachtzeit.
Sie kennen das bereits.
Die Wechselgerüche einer nordöstlichen Stadt: klamme Mäntel und kalter Rauch, zwei Drittel des Jahres, dann verderbender Kohl und süßsäuerlich offene Müllcontainer, billiges Parfüm. Ewiger Schweiß. Metallstaub, tiefdrängende Abgase, in den Treppenhäusern Wurst und Zwiebel, Lust, ungelüftete Leben, Essigreiniger, Pisse. Schnaps und Knoblauch, Fisch: Fisch, Tang und Moder. Der Wind treibt alte Hüte vor sich her.
Eine Seuche: Ihnen reicht’s.
Ja:
Es reicht. Ich bin genervt, wende mich zu Pawel: That's it, für heute reichts, das Licht taugt eh nichts mehr. Ziehe den Morgenmantel über, kühl, Hermès: kleine Spielerei, etwas albern, gehe rüber.
Das frische Öl schillert. Pawel weiß nicht wohin mit einem roten Akzent, zieht mit der anderen Hand ein Genital blau nach. Er nickt Marina, kannst dich anziehen.
Nice job, sage ich. Lege ihm den Arm um.
Er tritt zurück. Kneift die Augen. Hält den Kopf schief, malmt, nein, sagt Pawel, immer noch falsch. Vielleicht gehts einfach nicht. Vielleicht läßt es sich nicht kombinieren.
Es ist originell. Ich würds so fertig machen.
Das Zentrum ist zu schwach, sagt er, es muß krasser, das Krasse ist das Authentische: Der Rahmen stimmt, das Zentrum ist zu schwach.
Für meine Begriffe funktioniert es, sage ich: Schau, Pawel –
Ein Kosak! als Kontrapunkt! – fett, Büschel auf der Glatze, Ring im Ohr! unbedingt mit einem Ring, mit zwei Ringen im Ohr, oder drei? zwei oder drei? – Pawel grübelt.
Ein Kosak? frage ich. Wo soll denn der noch –? Shit, Pawel, ich weiß nicht. Höchstens ... Marinotschka, idi-ka, komm doch mal.
Marina raucht. Steht auf und schlendert her, knabenhafter Rumpf, die fraulichen Gliedmaße: apart, wie schiefstehende Augen, manche, schiebt sich zwischen uns. Sieht auf das Bild, boshe, da job tebja. A w tschjom djelo?
What she say? fragt Pawel.
Sie findet es großartig, sage ich, und auf Russisch: Pawlik hätte noch gern einen „Kosaken“ dazu. So eine Art schmerbäuchigen Punkrocker, wenn ichs richtig verstehe.
Marina grinst: Sicher, Gott mit ihm. Zuckt die Schultern: Keine Ahnung, sagt sie, vielleicht kann Wanja was in der Richtung besorgen, im Hafen oder so, über die Woche.
Bestens: next week, Paul?
Pawel nickt. Na gut, denke ich, also das noch – wer nimmt einen Drink? Marina breitet die Arme aus: immer doch. Ich bedeute Pawel, hol mal, Marina setzt sich auf den Diwan. Fin de siècle, habe ich vor einem Monat auf der Vāgnera iela gekauft. Eher ein Edeltrödler als ein Antiquitätengeschäft, war mehr ein Glücksfund. Daneben steht ein Plastikstuhl in erlesenem Braun, den Pawel nach einer Sauferei auf dem Domplatz geklaut hat. Unterm Atelierfenster liegt ein Futon. Wegen der Sonne. Das eigentliche Schlafzimmer, ein Werkraum und mein Büro sind hinten raus. Ich nehme den Futon. Pawel bringt Marina ihren Whisky, mir Pernod, und greift den albernen Stuhl.
Wann kommt denn nun Lenes Konfaschist? fragt Marina.
Heute. Ich werd sie mal anrufen, für Freitag oder so. Kommst du mit?
Nein, Freitag hat sie keine Zeit. Mag nicht. Wir plaudern über Lene, Svea, lachen. Pawel sitzt in der Mitte des Raums und guckt von Zeit zu Zeit auf das Bild, schenkt sich Wodka nach. Er genießt unseren Klang, auch wenn er kein Wort versteht. Er versteht überhaupt keine Fremdsprache. Ich kann eigentlich nur Sprachen. Ich wüßte allerdings auch nicht, was man sonst noch braucht.
Du, paß auf, Pawlik besäuft sich, sagt Marina.
Ich winke. Pawel kommt in die Sonne. Marina trinkt aus, zieht sich an: Čau, Pawel – Simp ...! und geht. Sieht weg, ich nicht: daß sie wieder die Flasche mitnimmt.
Der Peterhahn glimmt.


II

Das war Svea, die mir da entgegengewieselt kam, klein, vorgebeugt ihre Brust verleugnend, obwohl sie die schon mit einem von den Taliban empfohlenen BH zusammenquetschte, die Brille freundlich ausgestreckt, eine Art Schutzbrille im zentimeterstarken Dioptrienbereich, sie stutzte. Dann erkannte sie mich und winkte, „hey Lene!“
Ich war auf dem Weg zum Markt von Āgenskalns, um Obst und eine Makrele zu kaufen, vor allem um spazierenzugehen und mit einigen vernachlässigten Gedanken allein zu sein. Da tauchte Svea (Svea-Jeannette) auf dieser Seite der Düna auf, war ein paar Stationen zu weit mitgefahren, bis Arkādijas parks, wegen eines „prächtigen“ Ehestreits auf dem Nachbarsitz: Svea kam früh ins Archiv, hakte vor Mittag ihr Material ab und bestellte dann private Briefe aus beliebigen Jahrhunderten, als Kompensation für sein trocken Brot müsse der Historiker immerhin in fremder Toter dreckiger Wäsche wühlen dürfen, fand sie. Einmal brauchte ich ein Faszikel, mit dem sie sich gerade amüsierte. Man kommt ins Gespräch, kommt von Hölzchen auf Stöckchen, macht mal gemeinsam Pause, geht zusammen auf ein Bier, dann öfter, und irgendwann kennt man sich in dem andern so halbwegs aus und schätzt diese oder jene Übereinstimmung: Kolleginnen halt. Sie hatte Hunger. Ich schlug eine kleine Pizzeria vor, die mir kurz hinterm Torņakalner Friedhof aufgefallen war.

Das Lokal war neu, vier, fünf Tischchen, rote Plastikstühle, Selbstbedienung. Ein maulfauler junger Lette, im Sinne des Franchising erniedrigt durch eine lächerlich gestreifte Kellneruniform, legte jenes Minimum von Verbindlichkeit an den Tag, zu dem Arbeitsverträge eben verpflichten, solange man Pizzaachtel in die Mikrowelle schiebt. Sonst war niemand da, es kam auch niemand, der frische kleine Raum blieb trist und hallte leicht. Wir redeten vom Wetter, lästerten ein bißchen über das zwergische Land und den garantiert schwulen Kellner, und Svea erörterte, welche Schwulen inwiefern sexy sind, und warum der dazugehöre. Sie war für ein zweites Bier, ich wollte zurück zu meinen Gedanken. Der Kellner kam zum Abräumen.
„Er, excuse me, I hear you speak English, may I join you for some company?“
Er war nicht zum Abräumen gekommen. Svea strahlte ihn an. Das einzige, was ihr jemals peinlich war, war ihr Busen. (Kleine Menschen können sich Schamgefühl nicht leisten.)
Sein Name war Yannick, er war ein halbes Jahr durch Rußland und den Trümmergürtel des Imperiums getrampt, hatte eine Heuer zurück nach England verabredet, auf einem Frachter, Sand, Steinschlag, Kies, der ausblieb, also hing er fest. Der Pizzajob war illegal, er konnte zwei Dutzend Worte Lettisch, von denen drei mit Fast food, zwanzig mit Sex und eins mit gar nichts zu tun hatten, amüsierte sich bestens und schlug uns vor, ihn auf ein Stück Pizza und ein Bier einzuladen. Als er sich selbstbedienen ging, verzog ich das Gesicht, „der müllt doch rum.“
„Na und?“ sagte Svea, „ist doch süß.“
Fürchterliches Wort.
„Amüsant. Nett. Menschenskind, Lene, emanzipier dich. Kneif ihn in den Hintern.“
„Emanzipiert bin ich schon. Und nett ist auch mein Hamster.“
„Du hast einen Hamster?“
Herr im Himmel.

Yannick kam mit zwei Stück Triple meat zurück, drei Bier und der Rechnung und stellte die üblichen Fragen.
„Aus Deutschland ... Deutschland ist mit uns in einer Gruppe“, sagte er.
„In einer Gruppe?“
„Dieselbe Vorrundengruppe. Kommen vielleicht beide weiter, eher aber nicht.“
„Du redest wovon?“
„Von der EM“, sagte Svea, „ihr seid in einer Gruppe. Er kommt weiter oder du, so siehts aus.“
„Ah. Ja, sicher. Die EM. – Ich denke, es können zwei weiterkommen, sagt er?“
„Theoretisch. Praktisch muß von euch immer einer ins Gras beißen. Du hast mit Fußball nicht viel am Hut?“
Sie sahen mich an wie einen Zeitbrüchigen aus dem Jahr 3000. Vor Christus.
„Worüber arbeitest du?“ fragte Yannick.
Ich sagte es ihm.
„Die neunzig Minuten, die England und Deutschland spielen, werden mehr Menschen bewegen als dein Buch in neunzig Jahren.“
„So what?“
„Ich mein ja bloß. Du mußt keine Komplexe haben deshalb. Bloß, du könntest – Respekt, ein bißchen Respekt zeigen.“
Ich sah ihn an. Er hatte ein weiches Gesicht, kräftige Arme, dicht blond beflaumt.
„Es hat mit Demokratie zu tun“, sagte er, „irgendwie, you know.“
„Elf illiterate Gestalten, die hinter einem Ball herschwitzen, und eine Million Nationalchauvinisten, die Dosenbier saufen, sich gegenseitig die Fresse polieren und auch schwitzen? Klingt nach einem, sagen wir: etwas reduktiven Demokratieverständnis, oder?“
„Zig Millionen“, sagte Yannick.
„Meinetwegen.“
„Mehr als wählen gehen. Weiß nicht, wie viele wählen gehen. Aber es sind jedenfalls mehr. It’s about history, you know.“
Sein Schwachsinn löste eine Floskel aus dem Bodensatz meines (kollektiven) Gedächtnisses, einen geeigneten ironischen Konter, schien mir, „richtig, Geschichte: Das war kein Tor.“
„Der Schiedsrichter hat es gegeben.“
„Der Ball war aber nicht drin.“ Nahm ich an. Gereizt.
„Der von Hurst?“
Keine Ahnung, ich hatte das so aufgeschnappt. „Nein, der andere.“
„Du studierst Geschichte. Du bist für die Demokratie, nehme ich an. Und du verachtest Fußball?“ Er trank sein Bier aus. „Denk mal drüber nach.“
Mit Sicherheit nicht. Außerdem studierte ich nicht mehr, sondern hatte eine Stelle und zahlte Steuern, im Gegensatz zu dem Pinsel da, ich war jetzt wirklich genervt und blickte hilfesuchend Svea an. Die hell auflachte: „Lene, you’re such an idiot!“

Die Straßenbahn war nicht weit, ich wollte trotzdem nicht hinlaufen. Nicht warten, stoppte einen Wolga und feilschte nur kurz und ohne Ehrgeiz. Der Fahrer gab mir dann eine Monte Carlo ab. Ein Aseri. Er litt unter dem faden Obst in dieser nordwestlichen Stadt, in die er vor zwanzig Jahren als Bauarbeiter gekommen war, in der er zwanzig Winter daran gedacht hatte zurückzuwandern, mit der Frau und den Kindern oder ohne, und in der er geblieben war, heimisch geworden, sich sehnte und nicht begriff, wieso die Früchte auf dem Weg vom Kaukasus zur Ostsee laff wurden, aber er hatte ein Auskommen, und seine Frau, Ukrainerin, was sollte die in Baku? – Ich mochte ihn: nein, für einen südlichen Menschen war das hier nichts.
Als ich ausstieg, gab ich ihm die zweieinhalb Lat, die er ursprünglich verlangt hatte.

Der Tag war vertan. Ich füllte ein klobiges, pseudokristallenes Glas mit Gin und Tonic, zog das Telefon im Wohnzimmer raus und loggte mich via Latnet ein.

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Lene!
Diedrich hat eine Geschichte oder zwei akzeptiert, Stadtporträt, wirtschaftl. / soz. Lage, Minderheitenprobleme, Standardnummer halt.
Zu Johanni geht nicht, sondern wenn, dann schon ab Mittwoch, für 1½ Wochen, Teil davon vom Urlaub, auf Deine Empfehlung mit dem Bus, um fünf an – ok?
Gib nur kurz Bescheid.
Dein, A.

Lene wrote:
Adrian!
Das wird mein letzter Sommer hier (Deine letzte Chance): wie wär’s zum Johannisfest (23./24.Juni)? Würde Dir gefallen, wüst-archaisch, so eine mit missionstaktischer Pfaffenschläue unter den nächsten repräsentablen Heiligen gekehrte Sonnwendfeier, Bier, Lieder, Kümmelkäse, Sprung übers Feuer, und Lett und Maid gehen in den Wald, „die Farnblüte suchen“, id est ein Fickerchen machen. (Obwohl es an Johanni meist erbärmlich schifft, „es gießt aus Kübeln“ heißt auf Lettisch „līst kā pa Jāniem“, „es regnet wie Johanni“.) Und, übrigens, zu meiner (meiner hoch zu ehrenden Forschungsobjekte) Zeit war Johanni alljährlich Jüngster Tag: der Termin, an dem Obligationen, Zinsen, Wechsel fällig standen, gezahlt, falliert oder umgeschuldet wurden, besiegelt, wer’s in die nächste Kreditsaison schafft und wer nicht. –
Was Themen angeht: Transformationswirtschaft (coole Gründer vs. Apparatschiki auf Kombinatsthronen), soziales Elend inklusive Straßenkinder & Babystrich, touristische Perle, Nationalitätenkonflikte, Sowjetalgie („Wir wollen unsern alten Kaiser Josif wiederham!“), Zeitenhub, Epochentide – irgendwas davon wirst Du diesem Blödmann doch wohl verkaufen können?
Sonst nimm halt Urlaub. Jetzt kommen die (fast) Weißen Nächte, denk an Petersburg damals ... und einen Strand gibt’s auch!
Also sieh zu,
Deine, L.
P.S.: Und nimm den Bus, man muß die Strecke fühlen: den Kontinent, den alten (gerade du!).

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