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Autorenprofil

Geburtsjahr: 1935

Geburtsort:
Mölln

Interview

Wen wollten Sie schon immer mal treffen?
Es ist kein mir derzeit bekannter Mensch. Ich würde gern einen Mitmenschen kennenlernen, mit dem ich mich kongenial auf verschiedenen Wissensgebieten austauschen kann. Wenn ích einen solchen Menschen kennenlerne, ist es sicher kein Zufall, sondern Fügung - wie alle wunderbaren Ereignisse.

Welche Autorin beziehungsweise welcher Autor haben Sie wie beeinflusst?
Eine ganze Reihe von Autoren sind für mich wichtig, u.a.: Friedrich Weinreb, Pinchas Lapide, Salcia Landmann, Hoimar von Ditfurth Kurt Tucholsky, Arthur Conan Doyle, Jules Verne

Welches Buch hat Sie wie beeinflusst?
Robert Litell: Der Gastprofessor Ein hervorragendes Buch, welches das Leben so darstellt, wie es ist: mit Schicksal, mit Grobheit und Feinheit, mit Großartigkeit und Peinlichkeit, mit philosophischer Finesse und dem satirischen Umgang mit religiösen Denkmodellen. Dieses Buch stellt das Leben auf wunderbar differenzierten Ebenen dar.

Wie sehen Sie die Zukunft der Literatur?
Es wird immer Menschen geben, die Interesse haben an Wissen, Erfahrungen, Erkenntnissen und Erlebnissen Anderer, an dem, was die Welt zusammenhält. Das kann nur aus Büchern erlernt werden. Nur so kann der Inhalt dieser Werke durch mehrfaches Lesen und schrittweises Begreifen zum Eigentum werden.

Mit welchem Satz würden Sie gerne zitiert werden?
Feigheit ist die Quelle vieler Unwahrheiten - die Wahrheit ist oft unglaublich.

Was denken Sie, inwiefern das Internet die Literatur beeinflusst?
Für mich bedeutet das Internet in Bezug auf Literatur, daß es eine hervorragende Suchmaschine ist. Ansonsten liebe ich Bücher.

Was ist Ihrer Meinung nach der Sinn des Lebens?
Da in der Schöpfung nichts ohne Sinn und Bedeutung ist, gehe ich davon aus, daß auch meine Existenz einen Sinn hat. Die Suche danach ist eine lebenslange Herausforderung. Schon nach einigen Jahrzehnten ist aber erkennbar, ob man auf dem richtigen Wege ist. Diesen dann konsequent zu gehen, ist das Leben.

Wie soll man sich später an Sie erinnern?
Ich möchte, daß ich in der Erinnerung einiger Menschen dadurch bleibe , daß ich etwas Wichtiges für ihr Leben war. Allgemein möchte ich dafür erinnert werden, daß ich etwas für Andere geleistet habe.

Wer ist Ihre Lieblings Romanfigur?
Natürlich aus der Jugendzeit: Der Graf von Monte Christo. Ihm würde ich allerdings bei seinen Voraussetzungen so nicht nacheifern wollen.

Wenn Sie eine Zeitreise machen könnten, was würden Sie tun?
Ich würde besuchen: Chaldäa vor 5000 Jahren, Ägypten vor 4000 Jahren Griechenland zur Zeit der großen Philisophen, Israel um das Jahr 30 unserer Zeit. Beim letzten Reiseziel würde ich gern überprüfen, wie richtig meine Biographie über den Menschen Jesus von Nazareth geworden ist.

Was wollten Sie schon immer mal sagen?
Feigheit ist die Quelle vieler Unwahrheiten - die Wahrheit ist oft unglaublich. Geben wir es nicht auf, mit Mut nach der Wahrheit zu suchen. Nach Galilei ist sie eine Tochter der Zeit.

Nennen Sie uns Ihr Lieblingsbuch:
Ohne, daß ich es regelmäßig nutze: Die ledergebundene Bibel meines Großonkels aus dem Jahre 1848. Er hat dieses Buch nicht nur in Ehren gehalten, sondern immer wieder gelesen. Es trägt trotz offensichtlich sorgfältigen Umgangs Verschleißspuren. In diesem Buch fand er Hinweise für sein Leben. Er hat es geradlinig gelebt.

Nennen Sie uns Ihren Lieblingsfilm:
Die Zeitmaschine (1960) nach dem Science-Fiction-Roman von C.G. Wells

Nennen Sie uns ein gutes Lebensmotto:
Erfülltes Leben ist das Trotzdem, das Obgleich; es ist nicht das Folglich, das Weil.

Nennen Sie uns Ihr Lieblingszitat:
Unwissenheit ist freiwilliges Unglück. (aus Belting/ Eenboom/ Fiebag: die Flugzeuge der Pharaonen“ Rottenburg 2004 Jochen Kopp Verlag)