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Autorenprofil
Geburtsjahr: 1943
Geburtsort: München
Beruf: Unternehmensberater
Interview
Wen wollten Sie schon immer mal treffen?
Anne-Sophie Mutter; eine Violinvirtuosin von unglaublicher Perfektion und Musikalität, dabei eine attraktive und geistreiche Frau – die herrlich lachen kann.
Welcher Autor hat Sie wie beeinflusst?
John Grisham; seine Romane basieren auf Konstellationen aus seinem früheren beruflichen Umfeld und wirken auf mich authentisch und packend.
Welches Buch hat Sie wie beeinflusst?
„Der Schakal“ von Frederick Forsith; faszinierend die übergangslose Mischung aus Fiktion und Realität, perfekt ausgedacht und knallhart geschrieben.
Wie sehen Sie die Zukunft der Literatur?
Positiv, wenn man Literatur weit genug fasst, sowohl was Inhalte als auch Verbreitungsformen betrifft.
Mit welchem Satz würden Sie gerne zitiert werden?
Ein Weg bildet sich dadurch, dass er begangen wird.
Was denken Sie, inwiefern das Internet die Literatur beeinflusst?
Internet bietet weltumspannende Möglichkeiten von Austausch, Recherche und Verbreitung. Interaktive Literaturformen werden sich als ein Segment herausbilden.
Was ist Ihrer Meinung nach der Sinn des Lebens?
Andere und mich zu erfreuen.
Wie soll man sich später an Sie erinnern?
Heiter und neugierig – und immer für eine Überraschung gut.
Wer ist Ihre Lieblings Romanfigur?
Commissario Brunetti aus den Romanen von Donna Leon. Er ist Italiener, besser noch: Venezianer, liebt gutes Essen, hat Humor und kämpft – mehr oder weniger erfolgreich – gegen das Unrecht und allerlei Widrigkeiten des Alltags, auch im persönlichen Umfeld.
Wenn Sie eine Zeitreise machen könnten, was würden Sie tun?
In die Vergangenheit: Mit Marco Polo unterwegs auf der Seidenstraße;
In die Zukunft: Unsere Zivilisation nach dem Erdöl erleben und mitgestalten.
Was wollten Sie schon immer mal sagen?
Ich sage oft, was ich will. Leider. Mangels Gelegenheit nicht immer den richtigen Leuten. Aktuell würde ich gerne den Bankenvorständen zum Thema Spekulationsgeschäfte mit fremdem Geld einiges sagen wollen. – Aber das wird besser nicht gedruckt.
Nennen Sie uns Ihr Lieblingsbuch:
Hemingway: „Der alte Mann und das Meer“.
Nennen Sie uns Ihren Lieblingsfilm:
„Besser geht’s nicht“, mit Jack Nicholson und Helen Hunt in den Hauptrollen.
Wie sich dieser verklemmte Melvin Udall im Rahmen seiner Möglichkeiten verändert, ist amüsant und brillant dargestellt.
Nennen Sie uns ein gutes Lebensmotto:
In der Mitte der Nacht ist der Beginn des neuen Tags.
Nennen Sie uns Ihr Lieblingszitat:
Wechselt; derzeit von Karl Valentin: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“.

