ganz schön Mutig. Oder nicht ganz dicht?
Ein Sachbuch von Rosemarie von Kannen

(Ratgeber)

Anschläge inklusive Leerzeichen: ca. 300.000
Manuskript im Word-Format

Angebotstext

„Wie ist das eigentlich, mit so vielen Kindern? Wächst einem die Arbeit nicht über den Kopf? Haben Sie denn überhaupt keine Zukunftsängste? Und überhaupt, Kinder stellen in der heutigen Zeit doch wahnsinnig viele Ansprüche! Außerdem, Sie haben doch bestimmt nicht eine Minute am Tag Zeit für sich selbst! Erzählen Sie doch mal - wie schaffen sie das?“

Rosemarie von Kannen zeigt, daß man auch als kinderreiche Frau kreativ sein kann, ohne daß man dazu einen akademischen Bildungsgrad oder eine Putzfrauenkolonne braucht.
Diese Frau ist wirklich mutig: neun Kinder, und immer noch ein anstrengendes, aber erfülltes, ja glückliches Leben. Und dabei weht ihr der Wind des Zeitgeistes voll ins Gesicht, der eine Mutter mit neun Kindern auf die Schattenseite der Sozialempfänger stellt.
Doch macht der Zeitgeist glücklich? Hat er uns vielleicht mehr Arbeitsplätze beschafft? Oder die Vereinzelung und Beziehungsprobleme beseitigt?

Rosemarie von Kannen lädt den Leser zum Tag der offenen Tür in ihre Familie ein. Wenn man einmal reingegangen ist, kommt man merkwürdig nachdenklich zurück: natürlich herrscht hier munteres Chaos, aber, und das wird einem zunehmend deutlicher, genau das ist der Preis für vitales Glück. Unsere Konsumgesellschaft investiert lieber in kalten Stahl - und schneidet sich dabei ins Herz längst vergangener Ideale.
Aber hier im Herzen der Großfamilie, diesem anachronistischen Modell der Persönlichkeitsentwicklung, hier entdecken wir sie: die Faszination kommunikativer Wärme - die vermeintlich fortschrittshemmenden Sehnsüchte nach Nähe und emotionalem Rückhalt, hier sind sie lebendig und sind uns, wenn auch scheinbar unerreichbarer, so dennoch angenehmer Trost.

Rosemarie von Kannens Einblicke in ihre Großfamilie sind von einer erfrischenden Unverkrampftheit, deren ansteckender Humor auch nicht vor den Schattenseiten Halt macht.

Natürlich kann ein Biotop mit so vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten keine Bilderbuchfamilie sein, aber an der Frage, was an der These dran sein könnte, daß die Gesellschaft ihre Kinder verstößt, kommen wir alle nicht vorbei.
Rosemarie von Kannens Antwort darauf ist eine wichtige Korrektur unserer technologisch und leistungsorientierten Blindheit.

Die Autorin über sich:
Am 27.4.1955 erblickte ich zu Offenbach am Main das Licht dieser Welt. Damals hieß ich noch Rosemarie Dengler.
Weil ich ein recht begabtes Kind war, schickte man mich zehn Jahre später zum Gymnasium. Mein Bildungswille reduzierte sich jedoch mit dem Eintritt meiner Pupertät erheblich. Hinzu kam der Numerus Clausus, der mir schließlich die letzte Hoffnung raubte, zeitig genug einen Platz für ein Medizinstudium zu ergattern. Ich verließ das Gymnasium nach der Ober-Tertia und ließ mich anschließend zur Anwalts- und Notariatsgehilfin ausbilden. Dieser Beruf machte mich nicht sehr glücklich, da ich ja ursprünglich meine Mitmenschen heilen wollte. Statt dessen verschickte ich nun Mahn- und Vollstreckungsbescheide und brachte ihnen dadurch Magengeschwüre und Herzattacken bei. Also beschloss ich, eine Familie zu gründen. Mit zwanzig Jahren war ich bereits Mutter eines Sohnes. In den darauffolgenden Jahren kamen noch vier Söhne und vier Töchter hinzu.
In meinem eigentlichen Beruf bin ich mangels Gelegenheit nicht mehr zurückgekehrt. Das macht mir auch nichts aus. Meine jetzige Tätigkeit ist nämlich wesentlich abwechslungsreicher. Ich bin nämlich nicht nur Hausfrau und Mutter, sondern auch Auskunftsbüro und Ratgeber für „kinderarme Familien“.

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