Ein Sachbuch von Werner Hoch

(erzählendes Sachbuch)

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Angebotstext

Arbeiten wie die vorliegende würden nicht geschrieben werden, wenn die hinter uns liegenden Epochen klar zu überblicken wären. Aber das sind sie nicht. Denn zu oft wird ein Wissen angetroffen, das es damals, aus unserer Sicht, nicht hätte geben dürfen. Und das entspricht nicht unserer Vorstellung von einer kontinuierlichen Entwicklung. Uns allen ist klar, dass Wissen nicht vom Himmel fällt. Es muss erst mehr oder weniger mühsam erworben werden. Dennoch tauchten Kulturen fertig entwickelt wie aus dem Nichts auf. Sie waren plötzlich da. Es gab also Ereignisse, von denen wir nichts wissen. Und das zeigt uns recht deutlich, dass unsere Vorfahren keineswegs so rückständig waren. Und das wiederum weist darauf hin, dass die Entwicklung in den hinter uns liegenden Epochen nicht so verlaufen sein kann, wie wir es von den Fachleuten hören. Das aber setzt voraus, dass unsere Vorfahren wesentlich früher die dazu erforderliche intellektuelle Reife erlangten als bislang angenommen.
Heute werden immer häufiger seltsame Artefakte entdeckt, die offenbar Überreste der Vorgänge sind, die in der Geschichtsschreibung nicht erwähnt werden, weil wir davon keine Kenntnis haben. Dazu werden immer mehr Sachverhalte angetroffen, die zwar mit dem heutigen Wissen erklärt werden können und doch rätselhaft bleiben.
Beispielsweise liegt dem Beginn eines Kalenders immer ein besonderes Ereignis zugrunde. So fängt unsere Zeittabelle mit der Geburt des Jesus von Nazareth an. Welcher Vorgang war für die Maya der Anlass gewesen, ihren Kalender mit dem Jahr 3113 v. Chr. beginnen zu lassen? Das war übrigens genau die Zeit, als in der Alten Welt die Hochkulturen in die Geschichte eintraten. Es ist nahe liegend, dass diese Gleichzeitigkeit durch ein Ereignis ausgelöst wurde, von dem wir allerdings keine Ahnung haben. Auf jeden Fall dürfte das kein Zufall sein. Ähnlich verhält es sich mit nicht erklärbaren Artefakten. Da sie nicht von allein entstanden sind, muss es dafür Urheber geben. Aber wir wissen nicht, wer sie waren. Wie ein roter Faden ziehen sich solche Rätsel durch alle vergangenen Epochen. Denn immer wieder werden Gegenstände entdeckt, die nicht in die Zeit gehören, in die man sie datieren muss. Und obwohl zahlreiche Gelehrte an verschiedenen Orten in der Welt tätig sind, handeln sie, so hat es den Anschein, offenbar nach einem Code. Danach waren unsere Vorfahren, aus heutiger Sicht, hoffnungslos rückständige Wesen.
So hält sich hartnäckig die Auffassung, dass die intellektuellen Fähigkeiten unserer Vorfahren zu keinen Leistungen fähig waren, die über das Beerensammeln hinausgingen. Dabei wurde schon 1915 in Argentinien, also auf der anderen Seite des Atlantiks, der Oberschenkelknochen eines Toxodons gefunden, in dem eine Pfeilspitze aus Stein gefunden wurde. Das Fundstück wurde inzwischen von Wissenschaftlern untersucht und als echt eingestuft.
Diese Entdeckung wird allerdings von den heutigen etablierten Experten nirgendwo erwähnt, denn der Toxodonknochen ist drei, mindestens jedoch zwei Millionen Jahre alt. Diese steinerne Pfeilspitze beweist, dass zu jener Zeit jenseits des Atlantischen Ozeans bereits Spezies lebten, die nicht nur Werkzeuge anfertigten, sondern auch wussten, wozu man sie einsetzen wollte. Und sie lebten im heutigen Argentinien! Von den Geologen hören wir aber, dass der amerikanische Doppelkontinent erst vor zwei Millionen Jahren entstand. Davor war Südamerika isoliert. Daraus ergibt sich, dass diese Wesen wohl kaum unsere Vorfahren sein können. Denn sie lebten ja nach der offiziellen Version noch in Afrika, und zwar nur dort. Kein Wunder also, dass in den Publikationen von heute solche Entdeckungen nicht zu finden sind. Und davon gibt es mehrere in Amerika aus jener Zeit.
Solche Entdeckungen bringen das bestehende Weltbild in arge Bedrängnis.
Den Relikten zufolge lebten schon vor mindestens 2,5 Millionen Jahren anatomisch moderne Menschen. Auch davon hören wir nichts in den Veröffentlichungen von heute. Betrachten wir aber die alten und neuen Entdeckungen, dann wird klar, dass wir eine andere Vergangenheit gehab haben müssen, was die Entwicklung des Menschen betrifft.
Stützt man auf die menschlichen Relikte und unerklärlichen Artefakte, drängt sich die Annahme geradezu auf, dass die Evolution mehrere Gattungen des Homo sapiens hervorgebracht hat. Das würde indes bedeuten, dass die gesamte kulturelle Entwicklung eine andere Entwicklung genommen hat. Trotzdem sind viele Wissenschaftler der Meinung, dass die Bildung von Leben auf einen Zufall beruht.

Wenn diese Auffassung zutreffen sollte, dann muss man sich allerdings fragen, warum sich der Neandertalter weiterentwickelte. Dieser Typ war zweifellos ein Hominide. Er tauchte vor etwa 300.000 Jahren auf und verschwand vor rund 30.000 Jahren. Aber vor ihm lebte bereits der Homo sapiens. Richard Leakey zufolge existierte der Homo sapiens bereits vor 500.000 Jahren. Aus ihm ging der Jetztzeitmensch hervor. Die weitere Entwicklung zum heutigen Menschen stand also schon fest. Warum entwickelte sich dann noch der Neandertaler? Das sieht nicht danach aus, als wäre die Entstehung des Lebens nur ein Zufall.

Über die Entstehung des Menschen gibt es noch eine andere Theorie. Danach haben uns Außerirdische emporgeläutert. Die Ungereimtheiten der Vergangenheit, so die Theorie, sind nachweisbar, also muss es dafür Urheber geben. Damit ergibt sich fast zwangsläufig die Frage: Sind wir von extraterrestrischen Besuchern zu dem gemacht worden, was wir heute sind oder geht unsere Entstehung auf eine irdische Entwicklung zurück? Waren es Fremde aus dem All, die uns das technische Wissen vermittelten? Da aber bis heute für den Besuch von extraterrestrischen Wesen eindeutige Hinweise fehlen, bleibt es weiterhin ungewiss, ob die Erde von Wesen aus dem All angeflogen wurde.
Die Fundstücke wie auch die Fakten, die für eine irdische Entwicklung sprechen, haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Dagegen haben die Ufologen einige für sie wichtige Argumente verloren.

Inzwischen hat man in der Nähe von Plewen in Bulgarien eine ortsfeste Gemeinschaft entdeckt, die schon vor 72.000 Jahren existierten und bis ins Mittelalter hinein bewohnt waren. Hier ist klar zu erkennen, dass sich die Menschen nicht allein von der Jagd und Beerensammeln ernährt haben können. Denn Wild, das ständig bejagt wird, wandert ab. Und Früchte reifen nur einmal im Jahr. Da aber beispielsweise die bulgarische Siedlung einige zehntausend Jahre bewohnt war, muss man dort bereits den Boden bearbeitet haben. Bislang konnten die Experten diese in der Nähe von Plewen gelegene Siedlung keiner bekannten Kultur zuordnen. Das heißt, sie entstand vor 72.000 Jahren ist aber in diesen Epochen umfassenden Zeitraum autonom geblieben, wurde also von keiner anderen Kultur assimiliert. Wer diese Menschen waren, ist deshalb unbekannt. Doch müssen sie mit den Errungenschaften der folgenden Zeit in Berührung gekommen sein. Das ließ eine Bronzeplatte erkennen, auf der Pfauenköpfe und geometrische Muster eingraviert sind.

Diese frühzeitliche Ortschaft lässt vermuten, dass es noch weitere solcher Siedlungen gab. Das würde bedeuten, dass die Anfänge der sesshaften Lebensweise sehr viel früher angesetzt werden müssen. Nach der bestehenden Lehrmeinung sind die ersten ortsfesten Siedlungen vor 10.000 Jahren entstanden. Etwa 5.000 Jahre später hatten sich Hochkulturen gebildet. Daraus ergibt sich, von der bulgarischen Siedlung ausgehend, dass sich durchaus höhere Daseinsformen entwickelt haben können, bevor eine der uns bekannten Hochkulturen entstand. Das würde auch erklären, dass einige der alten Kulturen keineswegs wie aus dem Nichts auftauchten. Sie hatten vielmehr Vorläufer. Damit würde das plötzliche Aufblühen von Ägypten und anderen Kulturen auch nicht mehr zu den bislang ungelösten Rätseln gehören. Zumal uns allen klar ist, dass ohne eine entsprechende vorangegangene Entwicklung keine höhere Daseinsform entstehen kann.

Ist es nicht nahe liegend anzunehmen, dass irgendwo auf der Erde höherentwickelte Menschen leben mussten, wenn wir aus den Mythen erfahren, dass es die Götter waren, die den Menschen das Wissen brachten?
Mit dem Aufblühen der Kultur am Nil tauchte auch plötzlich eine Schrift auf. Das würde aber für den Fall, dass keine höherentwickelten Menschen dafür verantwortlich waren, bedeuten, dass die Schrift von Nomaden erfunden worden wäre. Selbst Fachleute glauben aber nicht, dass sich Nomaden mit Schriftzeichen auseinandersetzten.
Aber die Zeichen aus unserer verschollenen Vergangenheit existieren.
Wer hat sie erfunden und warum?

Zum Autor:Werner Hoch ist 1934 in Berlin geboren. Er ist von Beruf Maschinenbautechniker. Seit 1993 widmet er sich dem Schreiben von Sachbüchern. Seine letzte Veröffentlichung Die Zukunft beginnt in der Vergangenheit ist 2000 erschienen.

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