Ein Roman von Peter Reusse

(Unterhaltungsliteratur)

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Manuskript im Word-Format

Angebotstext

Laute und Stille ist die Geschichte von Golo Merz, der nach bewegten Theaterjahren in der inzwischen unsanft entschlummerten DDR sein Glück im Westen sucht, dort Karriere macht und sich, nach der Vereinigung auf einem hoch angebundenen Posten in der hauptstädtischen Kulturszene wieder findet.

Ruth, seine Freundin, die bereits vorher schon eine gut gehende Arztpraxis in Dortmund aufgegeben hat, um zu ihm nach Münster zu ziehen, von wo ihn der Ruf ereilte, als Staatssekretär des Senats für Wissenschaft, Forschung und Kultur den hochschlagenden Wellen der Hauptstadtszene Herr zu werden, Ruth zieht zu ihm, und sie richten sich eine standesgemäße Wohnung vis à vis vom Pergamonmuseum ein. Mit kanadischem Eichenholzparkett, Barockschrank und stets griffbereitem Whisky Chevas Regal. Auf diese Weise gut gerüstet sehen sie den Kampfszenen der Kulturschickeria ebenso gelassen entgegen wie den Heroen des Vanitymarktes, zu denen unter anderen Hellmuth Karasek gehört.

Doch Golo Merz hat die Rechnung ohne das Schicksal und ohne den Hyänengeist der Kulturmafia gemacht. Ruth wird ungeduldig, geht eigene Wege, und Schulfreund Benito setzt ihn mit Stasiunterlagen unter Druck.

Mit der Prostituierten Mascha verbringt er wilde Tage und Nächte und findet in seiner Wohnung Kokain. Die russische Mafia kommt ins unerwünschte Spiel und nimmt ihn fest in den Griff.
Doch Golo Merz ist kein Kämpfer. Mehr und mehr verliert er den Boden unter den Füßen und findet sich am Ende auf der Bank am Hegelplatz wieder. Hier, abgeschossen von Intrigen und weitab vom Schuss des lauten Eitelkeitsbetriebes findet er in der einsamen Stille zu sich und zur Hoffnung auf die Rückkehr seiner großen Liebe, Ruth, die ihm auf dem Höhepunkt des Trubels in die Stille schon vorausgegangen war.

Laute und Stille ist ein Abgesang auf den Medienbetrieb und ein Hohes Lied auf die Poesie der wahren Empfindung.

Zum Autor:
Peter Reusse wurde 1941 in Teltow–Seehof geboren. Schauspielstudium an der Filmhochschule in Babelsberg. Anschließend Theaterengagement in Zeitz, Brandenburg (Havel), Halle (Saale). Zuletzt am Deutschen Theater in Berlin.
Arbeitet auch als Illustrator und Keramiker. Ausstellungen u.a. in Berlin, Weimar, Templin.
Zur Zeit freischaffender Autor in Berlin.
Spiel– und Fernsehfilme
Mitwirkung in ca. 80 Spiel– und Fernsehfilmen (u.a. DEFA: Die Abenteuer des Werner Holt, Denk bloß nicht, ich heule; Frau Venus und ihr Teufel; Familienbande; Taxifahrer; Peter der I.; Ein irrer Duft von frischem Heu. DFF: Wallenstein (Max); Kiezgeschichten (Serie 8 Folgen); Heimkehr in ein fremdes Land (Dreiteiler); Polizeiruf 110.
Buchveröffentlichungen:
Der Eismann geht. Tagebuch. Fischer Taschenbuch 1995
Hier und drüben und drunter. Satirische Grenzgeschichten. Edition Ost 1995
Landgang. Reisebuch Island und Israel. Edition Ost 1996
Indian Summer. Roman. Verlag Das Neue Berlin 1997
Da capo für die Leiche. Schauspielergeschichten. Edition Ost 1998
Face. Theaterstück. Stückgut Verlag 2001
Preise und Stipendien
Goethepreisträger der Stadt Berlin 1988.
Stipendiat des Autorenstipendiums Drehbuch 2002 der Stadt Nürnberg. Tutor: Egon Günther

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