Ein Roman von Gert Zielke

(Unterhaltungsliteratur)

Anschläge inklusive Leerzeichen: 290.000
Manuskript im Word-Format

Angebotstext

im Giovanni, einem italienischen Lokal in Frankfurt, treffen die beiden lebenslustigen, knapp 30–jährigen Freundinnen Nicole und Sylvia auf den Aussteiger Chris, der beschlossen hat, zu verreisen, um in den nächsten Jahren die Welt kennenzulernen. Sylvia arbeitet in der IvF–Station des Herz–Jesu–Klinikums, also der Abteilung für In–Vitro–Fertilisation, für künstliche Befruchtung. Nicole hat bisher von einer kleinen Erbschaft ihrer verstorbenen Tante in den Tag hineingelebt. Aber das Geld geht zu Ende.
Bei einigen Glas Wein kommen sich die beiden Frauen und Chris näher.
Sie trennen sich vor dem Lokal, nicht ohne, dass sich Sylvia und Chris für den nächsten Tag verabredet haben. Chris ist neugierig, wie eine Samenbank funktioniert.

In dieser Nacht wächst in den Köpfen von Nicole und Sylvia ein verwegener Plan, der Nicole das lang ersehnte Wunschkind schenken und ihr gleichzeitig für die nächsten Jahre den finanziellen Unterhalt sichern soll. Sie wollen Chris eine Samenprobe mit dem Versprechen entnehmen, dass sein Ejakulat in die Samenbank käme. Insgeheim jedoch führt Sylvia eine künstliche Befruchtung an Nicole durch. Bei dem verbotenerweise nachts durchgeführten Unternehmen werden die beiden von dem ebenfalls in der IvF beschäftigten Dr. Sandler beobachtet, der am nächsten Morgen den Chef der Klinik, Professor Waldberger, über das nächtliche „Treiben“ der beiden informiert. Mit aller Raffinesse kann Sylvia ihren Rausschmiss aus der Klinik verhindern.

Die künstliche Befruchtung klappt! Man braucht jetzt nur noch einen offiziellen Vater, der für den Unterhalt sorgt. Am besten mehrere, damit das Leben von Nicole und ihrem Kind finanziell bestens abgesichert ist. Die beiden Frauen gehen mit aller weiblichen Schläue und Cleverness vor. Sie sondieren zuerst den „Markt“, testen die „Strecken“ vom „Jungtier“ bis zum „Zwölfender“ und holen sich zum Schluss drei unterschiedliche Männer aus Bars, Restaurants und auf der Party von Siegfried Borghese, einem entfernten reichen Verwandten von Nicole. Sie machen die Männer betrunken und erzählen jedem später, er sei der Vater des Kindes, für dessen Unterhalt er zu sorgen hätte. Dieses Unterfangen ist ganz und gar nicht einfach im Zeitalter der DNA–Analyse. Aber Nicole und Sylvia vertrauen auf die gute alte Psychologie.
Die „glücklichen“ Vaterschaftskandidaten sind: der nette Stefan, der sich unrettbar in Nicole verliebt, der ängstliche Landtagsabgeordnete Robert, der unter der Fuchtel seiner Frau steht, und das „Yuppikalkgehirn“ Sam, der befürchtet, enterbt zu werden, wenn plötzlich eine uneheliche Tochter auftaucht.

Neun Monate nach diesen Ereignissen wird die kleine Sina geboren, ein hellwaches, frühreifes Mädchen.
Nach und nach spürt Sina immer mehr, dass mit ihrem Leben im Vergleich zu anderen Kindern etwas nicht stimmt. Zuerst denkt sie, sie habe einen Vater mit drei Köpfen, der sich bei jedem Treffen einen anderen Kopf aufsetzt, bis sie merkt, dass sie drei Väter hat, über die sie aber nie reden darf.
Sina ist sehr getroffen, als sie von anderen Kindern bösartig verspottet wird und erfährt, dass sie ein „Kuckuckskind“ ist und ein fremder Vogel sie ins Nest gelegt hat. Und Nicole reicht der Unterhalt durch die drei Männer noch nicht, sie will auch noch vom Sozialamt Geld, das sie nach einem grandiosen Auftritt tatsächlich auch erhält. Leider kommt es nach mehreren Komplikationen zu einem Selbstmord des nettesten Vaters, Stefan, der Nicole aufrichtig geliebt hat und an der Situation verzweifelt, dass sie ihn nicht heiraten will. Die Ereignisse spitzen sich zu und es sieht aus, als würde es früher oder später zum Eklat kommen.

Doch zuletzt führt eine der vielen überraschenden Wendungen zu einem glücklichen Ende. Eines Tages gehen Nicole und Sina auf den Flohmarkt, um die überflüssigen Spielsachen Sinas zu verkaufen. Hier treffen sie zufällig auf den zurückgekehrten Chris. Nicole und Chris, die sich schon bei ihrer ersten Begegnung sehr sympathisch fanden, verlieben sich ineinander.
Zeit für den Tag der Wahrheit.
Sylvia und Nicole beichten ihr Geheimnis. Erst jetzt erfahren Chris und Sina, dass sie Vater und Tochter sind. Endlich ist Sina kein „Kuckuckskind“ mehr. Die beiden anderen Papis werden abgeschafft, und das Sozialamt ist glücklich, dass es nicht mehr zu zahlen braucht. Und Nicole, Chris und Sina leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Und mit ihnen Tante Sylvia.

Eine turbulente, eigentlich unmögliche unmoralische Geschichte aus unserer real existierenden fantastischen Wirklichkeit, die in den letzten Jahren erst wirklich denkbar geworden ist.

Zum Autor:

Geboren in Lodz/Polen, aufgewachsen in Rothenburg ob der Tauber. Texter und später Creative Director in den Werbeagenturen Team/BBDO, Düsseldorf, Heye & Partner, München, McCann, Frankfurt und EURO RSCG, Zürich, dann Freelancer für verschiedene weitere Agenturen. Danach Wechsel zur Literatur. Sein erster Roman Fieberträume erschien 2000 bei Reclam, Leipzig.
Veröffentlichungen (Auszug):
Nonsensgedichte. Erschienen in der Süddeutschen Zeitung
Liedtexte, u.a. für Udo Jürgens („Du und Ich“, „Festspielfieber“ und andere)

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