Ein Roman von Jörg von Liebenfelß
(Unterhaltungsliteratur)
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Manuskript im Word-Format
Angebotstext
STEFAN ARLAND, 30, Star einer erfolgreichen TV–Monsterserie, dreht seinen ersten internationalen Spielfilm, den Mystery–Thriller DAS GESTOHLENE GESICHT. Der ehrgeizige Schauspieler sieht viel zu gut aus, um sich hinter einer Monstermaske zu verbergen. Und genau das bringt eine Menge Probleme.
Während der Dreharbeiten in Hamburg verliebt er sich maßlos in seine bildschöne Kollegin DANIELA LERDON, 25, die jedoch mit ihrer ebenso rasanten wie attraktiven Filmagentin MIA DE GROTH, 30, in einer lesbischen Beziehung lebt.
Unter der Bedingung, dass Stefan dabei seine Monstermaske trägt, schläft Daniela jedoch heimlich in seiner Garderobe mit ihm. Danach wird die Liebesszene zwischen der „Schönen und dem Biest“ vor der Filmkamera ein sensationeller Erfolg. Stefans Bitte um ein privates Treffen weist Daniela aber kühl zurück.
RENÉE, 27, Stefans hübsche, aber eifersüchtige Frau, redet sich ein, aus Liebe auf ihre Karriere als Schauspielerin verzichtet zu haben. Der wahre Grund dafür ist ein nervöses Herzleiden. Nach einer Fehlgeburt sucht sie manisch nach einer neuen Lebensperspektive.
GEORG KRESTAN, 42, Chefmaskenbildner und Arlands bester Freund, liebt nur seine Arbeit und seine beiden Harley Davidson–Maschinen. Nach Drehschluss probiert er an Stefan eine neue Horrormaske aus, die er den „Krötenmann“ nennt. Der Schauspieler erleidet dabei einen gefährlichen Erstickungsanfall. Zufällig werden Mia de Grooth und Daniela Lerdon Zeugen dieses Vorfalls, auf den sie seltsam verstört reagieren.
Gegen ein fürstliches Honorar und unter dem Siegel der Verschwiegenheit bittet Daniela den Chefmaskenbildner, den Prototyp der Krötenhautmaske so abzuändern, dass sie dem Polaroidfoto eines jungen Mannes gleicht, dessen Gesicht ähnlich entstellt ist.
Am nächsten Wochenende hat die Filmagentin in Paris zu tun. Und Renée ist zum Polterabend einer Schulfreundin nach Düsseldorf eingeladen, wo ihre wohlhabenden Eltern leben.
Völlig überraschend willigt Daniela ein, die beiden freien Tage mit Stefan in Keitum auf der Insel Sylt zu verbringen, vorausgesetzt, dass er die Leichtversion der Monstermaske mitbringt. (Die Schminkorgie für die prothetische Maske dauert über drei Stunden.) Während ihrer Liebesnacht im Reetdachhaus eines Freundes kommt es in einer obsessiven erotischen Szene zum Maskentausch. Dabei gesteht Daniela ihrem Partner, dass sie das wahre Monster sei, weil ein Mann, der vor ihrer Liebe nach Afrika floh, für etwas büßen müsse, an dem sie schuld sei.
Stefans Filmagent DANIEL EISENSTEIN, 60, macht ohne Wissen seines Klienten, Renée mit Mia de Grooth bekannt, um sie für einen Werbefilm casten zu lassen. Während Stefan heimlich mit Daniela in Sylt ist, fliegt Renée heimlich von Düsseldorf nach Paris, um mit Mia den Event einer großen Werbefirma zu besuchen, auf dem die beiden Frauen mit einer improvisierten Tanznummer stürmischen Applaus ernten.
Sonntagvormittag, im Porsche auf der Rückfahrt nach Hamburg, erklärt Stefan Daniela seine Liebe und dass er bereit sei, alles für sie zu tun. Ihre Antwort ist schockierend. Da sie beide in engen Beziehungen leben, werde es für sie keine erotische Begegnung mehr geben, nie mehr!
In Blankenese, im Bungalow der Arlands, kommt es zur großen Aussprache. Stefan verdächtigt seine Frau, in Paris aus Revanche mit Mia de Grooth geschlafen zu haben. Um seine Eifersucht anzustacheln, lässt sie ihn in dem Glauben, obwohl gar nichts passiert ist.
Im Filmatelier kommt es zum Eklat. Stefan droht der Filmagentin vor der ganzen Crew Tätlichkeiten an, falls sie ihre geilen Finger nicht von seiner Frau lasse.
Als Mia hinter die amour fou des Filmpaares kommt, setzt sie Stefan vor einem gefährlichen Stunt nachts in der Speicherstadt des Hamburger Hafen so unter psychologischen Druck, dass er die Konzentration verliert und – als hätte sie es herbeigehext – verunglückt.
Der Titel des Films Das gestohlene Gesicht bringt Mia auf eine makabre Idee. Die Gunst des geänderten Drehplans nutzend, veranlasst sie Daniela, den Mann, um den sich ihr dunkles Geheimnis rankt, aus Berlin zu holen und in der dermatologischen Abteilung derselben Klinik unterzubringen, in der Stefan seine Prellungen ausheilt.
Indem Daniela überraschend Stefan ihre Liebe gesteht, überredet sie ihn, mit der abgeänderten Maske des „Krötenmannes“ dem geheimnisvollen Patienten gegenüberzutreten.
Zu spät erfährt Stefan von einer jungen Ärztin, dass es sich dabei um das verbotene Experiment einer Transplantatio Morborum handelt, um die Übertragung einer Missbildung auf einen menschlichen Sündenbock. Obwohl er weder an Magie noch an einen Heilerfolg glaubt, steht er aus Liebe zu seinem Versprechen, alles für Daniela tun zu wollen. Er bittet Georg Krestan um Beistand.
Das Double, dem Stefan schließlich als Spiegelbild in der Klinik gegenübertritt, ist Danielas Bruder JAN LERDON, der vor der inzestuösen Liebe zu seiner Schwester nach Afrika floh, wo er sich die Hautinfektion holte, vor der die Schulmedizin bisher versagte.
Eine skrupellose Frau macht das Leben Ihres Geliebten zum Trash–Thriller und schickt ihn als Monster auf den Weg zur Hölle. Die Schöne und das Biest als literarisiertes B–Movie. Ein Roman für den etwas anderen Leser.
Zum Autor:
geb.: 17.02.1930 in Graz. Abitur am Humanistischen Gymnasium, danach Ausbildung am Max Reinhard–Seminar Wien. Frühes Interesse für Kunst und Literatur.
Seit 1970 ständiger Wohnsitz in der BRD, verheiratet, eine Tochter, tätig als Schauspieler und Autor. Engagements an ersten deutschen Bühnen: Hamburg, Berlin, Wien, Göttingen, Düsseldorf, Stuttgart. 1964 und 1966 Ostasien– und Welttournee mit dem Goetheinstitut.
Filmarbeit u.a. mit R. W. Fassbinder Wildwechsel, Hauptrolle mit Maria Schell in Spiel der Verlierer, TV–Serie Zirkus Humberto, diverse Fernsehrollen.
Autor von 30 Hörspielen für ORF, SDR, BR, WDR, drei Jugendromanen (bei W. Fischer), mehreren SF–Storys für Anthologien (Goldmann und Moewig), Theaterstücken und Filmtreatments.
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