Ein Roman von Bernd Reutler
(Literatur)
Anschläge inklusive Leerzeichen: 490.000
Manuskript im Word-Format
Angebotstext
Michael, ein junger Theaterkritiker, und die fünf Jahre ältere Diana, erfolgreiche Kinesiotherapeutin, lernen sich nach dem Premienbesuch von Becketts „Glückliche Tage“ näher kennen und beschließen spontan eine gemeinsame Reise. Sie ergänzen einander auf ideale Weise und genießen als Lebenspartner zwanzig glückliche Jahre. Dies ist gewissermaßen der unbeschwerte Prolog (Kapitel 1–7) zum anschließenden Drama: Diana wird nach einer Operation zum Pflegefall; Michael entschließt sich, die häusliche Pflege zu übernehmen. Damit beginnt beider Leidensgeschichte, die jeder auf seine Weise erlebt und reflektiert. Die Situation eskaliert, spitzt sich zu. Ihrem Schicksal hilflos ausgeliefert, verlieren sich die beiden mehr und mehr, die einst so harmonische Zweisamkeit droht katastrophal zu scheitern. Michael wird den selbst gesetzten Maßstäben, dem eigenen moralischen Anspruch immer weniger gerecht. Seine Selbstüberforderung wird für ihn schier unerträglich, als er selbst einen schweren gesundheitlichen Schicksalsschlag (Prostatakrebs) erleidet. Für beide gibt es keine Ausflucht aus der existentiellen Notlage. Das Ende ist trostlos und doch nicht ganz unversöhnlich.
„Glückliche Jahre“ ist die sehr freie Paraphrase des beckettschen Schauspiels „Glückliche Tage“. Peter Brook kommentierte: „Beckett zeigt, es gibt keinen Ausweg, und das ist natürlich irritierend, weil es tatsächlich keinen Ausweg gibt …Unser fortgesetzter Wunsch nach Optimismus ist unsere schlimmste Ausflucht.“
Durch die perspektivische Parallelführung der beiden Protagonisten, einer beeindruckenden monologisierenden spiegelbildlichen Kommunikation in wechselseitigen Kapiteln, ist Bernd Reutler das Kunststück eines Zwei–Personen–Stücks in Romanform gelungen.
In seiner konsequenten Umsetzung der beckettschen Vorlage ist Bernd Reutler mit „Glückliche Jahre“ eine brillante Demaskierung der Spaßkultur gelungen.
Zum Autor:
Geboren in Saarbrücken. Nach dem Abitur Besuch des Leonhard–Schauspielstudios in München. Absolvent der Musikhochschule München (Opernregieseminar von Prof Heinz Arnold). Studium der Musik– und Theaterwissenschaften; nebenbei Klavier–und Cellounterricht. Anschließend Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität des Saarlandes. Hospitant am Stadttheater Saarbrücken. 1969–1972 Regieassistent für die Oper am Staatstheater Kassel. Assistent wichtiger Regisseure des modernen Musiktheaters (Ulrich Melchinger, Kurt Horres, Bohumil Herlischka, Hans Neugebauer, Ulrich Brecht). 1972–1974 Regisseur und Musikdramaturg am Pfalztheater Kaiserslautern. Neben Operninszenierungen auch Schauspielinszenierungen. 1974–1976 Regisseur und Dramaturg am Saarländischen Landestheater. Schauspielinszenierungen vom Klassiker bis zum Studiostück. Zusammenarbeit mit verschiedenen kulturellen Institutionen (Musikhochschule, Schauspielschule, Saarländischer Rundfunk). Engagement für das Kinder– und Jugendtheater (eigenes Jugendstück). 1976–1978 Musikdramaturg am Saarländischen Staatstheater (u.a. Konzeption und Durchführung der Kinderkonzerte). Zahlreiche Gastinszenierungen. 1978–1981 Oberspielleiter und Stellvertreter des Intendanten am Saarländischen Landestheater. 1981–1983 Oberspielleiter des Musiktheaters am Stadttheater Pforzheim. 1983–1984 Gastregisseur (Oper und Schauspiel) in Kiel, Saarbrücken, Trier und Pforzheim. Seit 1985 freiberuflicher Unternehmensberater. Dozent und Trainer in den Bereichen Kommunikationspsychologie, Rhetorik, Dialektik und Körpersprache. Tätig für große Unternehmen der Industrie, des Handels und des Dienstleistungssektors.
Erfolgreicher Sachbuchautor bei den Verlagen Ullstein, Langen Müller, Humboldt.
Gastkommentator zur Körpersprache bei Fernsehsendungen (ZDF und SR).
| Zum Autorenprofil |
