Ein Roman von Ady Henry Kiss
(Literatur)
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Angebotstext
geschulte Leser, besonders aber Frauen (denn wer könnte echte Gefühle besser von falschen unterscheiden?) werden sehr schnell merken, dass ein Großteil der Ereignisse in Auf Anfrage Erinnerungen nicht erfunden worden sein kann. Das gilt ebenso für die sich aufbauende Liebesbeziehung des erwachsenen Helden, die auf Widerstände stößt, gegen die Romeo und Julia es relativ einfach hatten, wie für den Umstand, dass der Tod über Wochen auf der Bettkante sitzt, ohne die Entscheidung zu treffen, einen am Ende tatsächlich zu holen.
Dass Georg Graf sich, kaum der Schule entwachsen, als bezahlter Künstler wiederfindet, hängt mit der Erfahrung zusammen, dass ich mit 19 plötzlich Suhrkamp–Autor wurde...
Georg Graf erlebt mit, wie sein Vater, Willy Graf, nicht nur den Familienbetrieb, sondern auch seine Ehe ruiniert. Ein Besuch auf dem Lande zeigt an, dass es im Leben Willy Grafs irgendwelche dunklen Hintergründe gibt. Ein flüchtig vorgestellter Onkel hinterlässt Georg Jahre später Haus und Konto.
Ein Vierteljahrhundert vergeht. Georg und dessen Musikerkollegen (darunter die beiden Freundinnen Georgs) wollen zum Flughafen Tegel. Aus einer Bäckerei, wo kurz gestoppt wird, sieht Georg mit an, wie seine Freunde draußen Opfer eines Unfalls werden. Nur einer, Helmut, überlebt, psychisch erkrankt und auf Pflege angewiesen. Graf zieht mit ihm in das geerbte Haus des Onkels. Kurz vor dem Verlassen Berlins traf Georg, ohne es zu ahnen, auf die Liebe seines Lebens, während ein hoher Lottogewinn sich unerwartet zum Verlust entwickelte.
Auf dem Land ist nicht nur Helmut zu versorgen, im Haus lebt auch der mittlerweile neunzig Jahre alte Vater, der Georg wenig Freude macht. Eines Tages verschwindet der Vater. Um Georg herum zieht irgendjemand böse Fäden. Schließlich wird er Opfer eines Giftanschlags und erlebt, im Koma liegend, das Schwellenland zwischen Leben und Tod als „Tourismusgebiet“, in dem er zurechtkommen muss. Die Frau aus Berlin taucht wieder auf und verschwindet wie ein ungreifbarer Schatten. Georg Graf kommt im Klinikum wieder zu sich.
Ereignisse, die ihren Anfang während der Jugend seines Vaters nahmen, steuern nun nach siebzig Jahren plötzlich ihrem Höhepunkt zu.
Immer dichter zieht ein Kreis aus Morden und Gewalt sich um den Helden. Er nimmt sich vor, die Ursache zu finden.
Georg Graf wird festzustellen haben, dass das einzige Opfer des Unfalls in Tegel er selbst gewesen ist.
Nur die geliebte Frau wird sich als real erweisen.
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