Ein Roman von Denny Hellbach

(junge Literatur)

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Angebotstext

Suburbia ist eine Ansammlung von Neubausilos am Stadtrand, die um die Endstation einer
S–Bahn–Linie gebaut wurden. Das Leben hier ist grau, es gibt keine Künstlercafés, keine
In–Kneipen, keine Studi–Clubs.

Will man Tanzen gehen, sollte man in die Stadt fahren, es sei denn, man steht auf Billigtechno, blondgesplisste Dorfkühe und alt gewordene Bauarbeiter Ende Zwanzig, die in der einzigen Flachbaudisse am Wochenende ihre Existenz vertanzen.

In der gnadenlosen Drögheit Suburbias führen manisch gelangweilte arbeitslose Mittvierziger in buntgescheckten Trainingshosen ihre von Demenz befallenen Hunde Gassi. Hier gibt es nichts außer farbenprächtigen Sonnenuntergängen über den Dorfäckern, die sich an die klötzchenförmigen Neubauten anschließen.

Suburbia ist meine Heimat. Ich bin hierher zurückgekehrt, weil Marion den Rest ihres Lebens mit Beamten–Frank verbringen will. Sie hat jetzt ihn und ich habe Zeit. Zeit für meine Band, für Baseball und Partys, Zeit mit Chris, Ansa und Tom wegzugehen. Vor allen Dingen habe ich Zeit nachzudenken. Denn mit Mitte Zwanzig sollte man langsam wissen, wie man das Leben in den Griff bekommt. Oder?

Zum Autor:
Denny Hellbach, geboren am 22. April 1975 in Nordhausen/Harz. 1993 Abitur am Schiller–Gymnasium in Königs Wusterhausen. Student an der Freien Universität Berlin. Tätigkeiten u.a. als Mitarbeiter bei der Märkischen Allgemeinen Zeitung, diversen Musik–Zeitschriften, in der Presseabteilung des Fraunhofer–Institutes FIRST und bei einer Hamburger Verlagsberatung. Spielt Bassgitarre in diversen Berliner Bands und Musikprojekten. Im März 2004 erste Veröffentlichung in der Kurzgeschichtenanthologie „Holzhäuser Heckethaler“ mit der Geschichte „Nachtfahrt“.

Wir wollen es nicht beschrein: Aber hier ist ein junger Autor, der unsere Alzheimer–Gesellschaft am Arsch packt und auf der Festplatte des Vergessens entsorgt. Unvergesslich sein Sound, sein Drive. Es gibt nur ein Bedauern: dass dieser Roman auch ein Ende hat.

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