Ein Roman von Jürgen Ghebrezgiabiher

(junge Literatur)

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Manuskript im Word-Format

Angebotstext

der Text Jürgen Ghebrezgiabiher hat mich auf merkwürdige Weise gleichermaßen irritiert und angezogen. Zuletzt blieb eine unerklärliche Faszination, die mich trotz allem bewog, mich für diesen wuchtig-irrlichternden Aufschrei zu engagieren.
Wie gesagt: eine unerklärliche Faszination. Deshalb bat ich den Autor – selbst sah ich mich außerstande –, das Exposé zu schreiben.

Ein Exposé stellt mich vor eine schwierige Aufgabe, schreibt Jürgen Ghebrezgiabiher, als könnte ich meinen Text läuternd erklärungsreif Kurzsätzen.
Der Versuch liegt darin, Zeit wahrnehmbar, die Wahrnehmung aussprechbar zu machen, das Sprechen in der Schrift zu komprimieren. Zeit ist ein Versehen. Es ist nicht begreifbar, warum gerade jetzt ein Ich existieren sollte. Erlebnis ist ein Unfall, im Text sogar die eigenlebendige Karambolage verschiedener Erlebnisweisen - der Erinnerung, der Vernunft, des Willens und des Ganzkörperautomats, dieser leider manchmal unekstatischen Bewußtwerdung, ein Sein vom Leben durchpflügt zu besitzen.
In
Leben ist ein Versehen aus Zeit versuche ich die weder qual- noch lustvolle Verlangsamung eines Tages darzustellen bei gleichzeitig (Wieviel Platz ist eigentlich in einem Menschen?) sich blähender Erlebnisvielfalt, die sich wie eine nicht wegzulebende Subkultur in einem ausdehnt.
Paul ist ein Ereignis des Denkenwollens, sein Leben ein Platzhalter für die unstimmige Ereignishaftigkeit. Die Einheit der Zeit ist ein Tag. Die Einheit der Handlung Paul
. Die Einheit des Möglichen die Leserin/der Leser. Die Einheit Spaß meine eigene Lust an der Sprache.
Ein wenig Trampolingehoppse auf der Seele, ein wenig Magengrubengymnastik, auf jeden Fall ein Austritt in dieses kurze des aus der Stauung sich ins Entleeren vergießende Sprechen.

Die Geschichte ist kurz. Die Geschichte soll sich blähen, die Worte sollen sich dehnen, bis man sie richtig lesen kann.

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