Ein Roman von Steffen Hanko

(Historischer Roman)

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Angebotstext

Alessandro, der Sohn des reichen und mächtigen venezianischen Senators und Weinhändlers Giovanni Tartini, führt ein lockeres, lasterhaftes Leben. Als er nach einem Liebesabenteuer im Zweikampf einen Menschen tötet, beschließt sein Vater, ihn unverzüglich nach Zypern zu schicken, um ihn dem Zugriff der Schergen zu entziehen. Dort, fern der Verlockungen Venedigs, soll er zudem mit dem Weinhandel vertraut gemacht werden, um später das Erbe seines Vaters antreten zu können.
Nur widerwillig fügt sich Alessandro in sein Schicksal. Gemeinsam mit dem Sklaven Moro macht er sich nach dem von den Venezianern beherrschten Zypern auf, wo sein Vater große Ländereien besitzt.
Scapuletti, der Verwalter des Weingutes Vall' dei fiori, soll Alessandro einige der Aufgaben als künftiger Herr des Hauses Tartini nahe bringen. Er begegnet dem jungen Mann mit großem Misstrauen, da er um dessen spezielle Vorlieben weiß und um die Tugend seiner Tochter Beatrice besorgt ist. Nicht zu Unrecht, wie sich zeigt, denn prompt versucht Alessandro, das Mädchen für sich zu gewinnen. Doch seine Annäherungsversuche scheitern.
Zur selben Zeit, im Jahre 1570, stellt der türkische Sultan Selim II. den Venezianern ein Ultimatum und fordert die Herausgabe Zyperns. Als die Republik die Forderung zurückweist, kommt es zum Krieg. Innerhalb weniger Wochen gelingt es den Streitkräften des Sultans, die strategisch bedeutsamen Orte Lefkosia und Kyrenia zu nehmen und beinahe die gesamte Insel zu unterwerfen. Lediglich die von den Osmanen belagerte Stadt Famagusta kann sich erfolgreich behaupten.
Alessandro und Moro geraten mitten in die kriegerischen Auseinandersetzungen. Türkische Streifscharen überfallen Vall' dei fiori und brennen es nieder, die Bewohner werden grausam niedergemetzelt oder versklavt. Dank eines glücklichen Zufalls können Alessandro und Moro diesem Schicksal entgehen. Dem Rat eines Überlebenden des Massakers folgend, schlagen sie sich bis zur Hafenstadt Famagusta durch, in der Hoffnung, dort ein Schiff zu finden, mit dem sie von der Insel fliehen können. Aber sie kommen zu spät. Famagusta ist bereits von den Heerscharen des Sultans eingeschlossen. Sie fallen den Osmanen in die Hände, werden gefangen genommen und voneinander getrennt.
Fortan muss Alessandro für die Türken Sklavendienste verrichten. Als sich eine günstige Gelegenheit ergibt, flüchtet er und gelangt in die belagerte Stadt. Die Venezianer nehmen ihn mit offenen Armen in Empfang. Fortan beteiligt sich Alessandro aktiv an der Verteidigung Famagustas.
Währenddessen streiten sich die christlichen Mächte Europas darum, ob und wie sie dem bedrohten Zypern zu Hilfe kommen sollen. Papst Pius V. versucht, eine sogenannte Heilige Liga ins Leben zu rufen. Die Streitkräfte Spaniens, Venedigs und des Vatikans sollen sich darin vereinigen, um gemeinsam die Türken aus Europa zurückzudrängen und von Zypern zu vertreiben. Das Ansinnen scheitert jedoch an den unterschiedlichen Interessen und gegenseitigen Animositäten der Beteiligten. Eine zum Entsatz Zyperns ausgesandte Flotte macht auf halbem Wege kehrt, ohne auch nur in Sichtweite der Osmanen gelangt zu sein.
Auf sich allein gestellt, leisten die in Famagusta eingeschlossenen Venezianer den Belagerern über Monate hin Widerstand. Auf Grund der Unfähigkeit ihrer Befehlshaber gelingt es den osmanischen Truppen nicht, die Stadt einzunehmen. Sultan Selim, ein schwacher und unentschlossener Herrscher, der den Einflüsterungen einer bunt zusammengewürfelten Hofkamarilla mehr vertraut als seinem eigenen gesunden Menschenverstand, entlässt als Konsequenz daraus seinen Flottenadmiral und ersetzt ihn durch den Emporkömmling Ali Muezzinsade. Zudem schickt er weitere Truppen nach Famagusta, um die vor Ort befindlichen Truppen zu verstärken und einen raschen Sieg zu ermöglichen.
Trotz der erdrückenden Übermacht des Feindes ergeben sich die Venezianer nicht. Mehrere Sturmangriffe der Türken können erfolgreich abgewehrt werden. Erst als die Vorräte an Nahrungsmittel und Schießpulver zur Neige gehen, unterbreiten sie den Osmanen ein Kapitulationsangebot. Die Besatzung erklärt sich dazu bereit, die Stadt den Türken zu übergeben, wenn ihr im Gegenzug dazu freier Abzug gewährt wird. Schließlich wird die Bedingung von der osmanischen Heeresführung akzeptiert.
Doch Mustafa Pascha, der Oberbefehlshaber der Osmanen, beabsichtigt nicht, seine Zusage zu halten. Kaum haben die Venezianer die Waffen niedergelegt und Famagusta den Türken übergeben, werden sie von türkischen Soldaten überfallen, gefangen genommen oder getötet. Den venezianischen Statthalter Bragadino lässt Mustafa Pascha grausam verstümmeln und auf bestialische Weise ermorden.
Alessandro, der während der Kämpfe um Famagusta verwundet wurde, kann sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und als Türke verkleidet aus der Stadt fliehen. Im Hinterland trifft er auf Moro und Beatrice Scapuletti, die sich vor den Türken retten konnten und nun im Schutz der Berge gegen die osmanischen Besatzer einen erbitterten Kampf führen. Alessandro, inzwischen vom arroganten egoistischen Senatorensohn zu einer starken Persönlichkeit herangereift, verbündet sich mit ihnen.

Steffen Hanko entrollt in dem hochinteressanten Aufeinandertreffen von Okzident und Orient einen schillernden Stoff voller Intrigen, Volten und Kanonen und einem Helden, der auf dem Weg durch die Hölle hin zur Menschlichkeit findet.

Zum Autor: Geboren am 26. März 1965 in Bad Brambach (Vogtland). Nach Schulabschluss und Lehre als Apothekenfacharbeiter viereinhalbjähriges Fachschulstudium zum Pharmazie-Ingenieur.
Erste Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in diversen Zeitschriften der damaligen DDR („Eulenspiegel“, „neues leben“). Eine Sammlung mehrerer kriminalistischer Short-Stories enthält auch das 1993 erschienene Buch „Der Leuchtturm“.
Der historische Roman „Der Stolz des Löwen“ entstand nach der Lektüre einer Biographie über Don Juan d’Austria, die Steffen Hanko dazu anregte, sich intensiver mit den Geschehnissen jener Zeit und den Begebenheiten, die im Vorfeld der Seeschlacht von Lepanto eine wichtige Rolle spielten, zu befassen. Neben der Sichtung und Auswertung von sachbezogenen Veröffentlichungen recherchierte Steffen Hanko auch vor Ort.

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