oder Liebe am anderen Ende der Welt
Ein Roman von Regina Berlinghof

(Frauenliteratur)

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Manuskript im Word-Format

Angebotstext

was macht eine Schriftstellerin, die in Ruhe ihren neuen Roman über Liebe, Erkenntnis und Quantenphysik schreiben will, aber kein Geld oder die nötige Muße dazu hat? Katharina Jukulli entführt den geliebten Verleger, der von ihren unsterblichen Werken nichts wissen will, in die Wüste Nevadas und teilt dies den Medien mit. Damit winken ihr ein gefülltes Konto oder das Gefängnis – jedenfalls alle Ruhe zum Schreiben.

In der Wüste sitzen sich die Schriftstellerin Katharina und der gekidnappte Verleger Ulrich Kirdorf gegenüber und vertrauen ihre Gedanken und Gefühle ihren Tagebüchern an. Die wechselnden Perspektiven offenbaren spannend und amüsant die verdeckten Motive der Entführerin und die Listen des Opfers, das mit allen Mitteln auf Flucht sinnt. Auf einer weiteren Ebene entspinnt sich zwischen der Schriftstellerin und dem Verleger der Kampf um das schriftstellerische Lebenswerk beziehungsweise um die Erhaltung des Verlages. Die beiden schenken sich nichts – auch der Literaturbetrieb wird mit einigen bissigen Bemerkungen beleuchtet.

O diese dummen Autoren, die glauben, dass Verleger in Geld schwimmen und es wie ein sprudelnder Springbrunnen an die darbenden Schreiberlinge austeilen können! …
„Wissen Sie denn, wie es ist, wenn ein Autor auf die Zusage eines Verlages wartet? Wie man in der Luft zappelt, bis einer geruht zu antworten? Nachdem man Jahre in die Arbeit gesteckt und auf vieles verzichtet hat? Auch da wird über eine Existenz entschieden! – Aber ich habe Sie nicht entführt, um sie im Warten zu üben oder um mich zu rächen, auch wenn es verblüffende Parallelen gibt.“

Doch die Liebe und der ewige Krieg der Geschlechter treiben ihr eigenes Spiel mit den Protagonisten. In der Hitze und Isolation der Wüste kommen sich die beiden näher.

Ich glaube, mein Hirn ist weich geworden. Ich liege in Ketten an einem gottverlassenen Fleck in der Wüste, in der Gewalt einer durchgedrehten Schriftstellerin, und bin heiter, ja fast glücklich wie seit langem nicht mehr. Das kann doch nicht wahr sein! Bin ich jetzt pervers oder sie? Mein Körper, meine Gefühle spielen mir die absonderlichsten Streiche. Ihnen gefällt die Situation. „Das ist Rebellion, meine Herren!“, sagt der Kopf, und dem stimme ich zu.

Während Katharina über Schrödingers Katze und den Doppelspaltversuch schreibt, bricht über Katharina und Ulrich die Quantenwelt herein und lässt sie die merkwürdigsten Dinge erleben.
Sie begegnen Scheherazade, Lao Tse, Albert Einstein, einem Drachen und anderen außergewöhnlichen Gestalten, die dabei helfen, einige Rätsel der Quantenphysik zu überwinden und Katharinas Buch zu vollenden.

Was passiert, wenn in einer Flächenwelt ein Wellenstrahl von oben oder unten die Fläche durchschneidet? Wie würden Flächenweltler einen solchen Durchgang erleben?
Solche Fragen stellt Schrödingers Katharina. Kein Wunder, sie ist Schriftstellerin. Aber dass sie dann noch den Leser aus seiner physikalisch sicheren Umgebung direkt in ein beziehungsturbulentes Kopfkino katapultiert, längst bevor dieser es merkt – das ist erstaunlich und vergnüglich zugleich!

Zur Autorin:Geboren am 12.11.1947 in Freiburg. Kindheit, Jugend und Jurastudium in Frankfurt am Main. Anschließend als freiwillige Helferin in einem Kibbuz in Israel, dort lernte Regina Berlinghof Land, Leute und die Wüste zu lieben und begann Hebräisch zu lernen. Während der Referendarzeit setzte sie die Hebräischstudien am Seminar für Judaistik der Frankfurter Universität fort und begann, zusätzlich Arabisch zu lernen. Die Anwaltsstation verbrachte sie in Israel. In Jerusalem lernte sie an der Hebräischen Universität weiter Hebräisch und Arabisch und bereiste intensiv das Land. Nach dem zweiten Staatsexamen lebte Regina Berlinghof dank eines Forschungsstipendiums des DAAD von 1975–1977 in Kairo. Während dieser Zeit hatte sie ein spirituelles Erlebnis, das ihrem Leben eine völlig neue Richtung gab und sie zum Schreiben führte.
Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland absolvierte sie eine Zusatzausbildung als wissenschaftliche Bibliothekarin und arbeitete halbtags als Fremdsprachensekretärin und als Anlagenberaterin, die letzten acht Jahre im PC–Anwenderservice einer Bank, um Zeit zum Schreiben zu haben. Von 1995 bis 2001 selbständig tätig mit PC–Schulungen, inzwischen wieder halbtags EDV–Mitarbeiterin bei einer Frankfurter Bank.
In den ersten Jahren leider nur für die Schreibtischschublade geschrieben (Essays, Märchen, Kinderbuch). Dazwischen Mitübersetzerin der ersten sechs Garfield–Comic–Bände (1983–1986)

Erste Veröffentlichung der Geschichte Kundry in der Anthologie Sommerfest, erschienen bei dtv. Ihr Roman Mirjam. Maria Magdalena und Jesus erschien zuerst 1995 im Internet, dann als Hardcover 1997 im Verlag Dietmar Klotz, Eschborn (inzwischen in der 3. Auflage). 1998 folgte die zweite Auflage. Seit Mirjam schrieb Regina Berlinghof hauptsächlich Geschichten und Gedichte.
In den Jahren 1996, 1998, 2000 machte sie Urlaub in den Wüstengebieten des Südwestens der USA. Der Erzählband Wüste, Liebe und Computer ist 1999 im Yin Yang Media Verlag erschienen.
Spiritualität, Wüste und das Zusammenspiel verschiedener Kulturen sind Regina Berlinghofs prägende Themen. Schrödingers Katharina oder Liebe am anderen Ende der Welt ist ihr zweiter Roman. Zur Zeit arbeitet Regina Berlinghof an ihrem dritten Roman, der zur Zeit des zweiten Kreuzzuges spielt.

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