Ein Roman von Stefan Balzter
(Fantasy)
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Manuskript im Word-Format
Angebotstext
Lea Leonardt pflegte zu ihrem Vater ein enges und liebevolles Verhältnis. Umso wütender und verzweifelter ist sie jetzt, weil er sich innerlich immer weiter von ihr entfernt. Als sie schließlich merkt, dass diese Entwicklung eben nicht nur ein normaler pubertärer Ablösungsprozess ist (wie ihr Hausarzt sie zu beruhigen versucht), sondern dass ihr Vater sich diesmal mit höchst zweifelhaften Geschäftspartnern eingelassen hat, versucht sie alles, um ihn für sich zurückzugewinnen.
Leas Vater wird von schlechtem Gewissen geplagt, weil er durch seine Arbeit immer weniger Zeit für die Familie und speziell für Lea findet. Andererseits sieht er sich nach langen harten Jahren vor seinem großen beruflichen Durchbruch und möchte gerade jetzt nichts riskieren – ein unlösbares Dilemma. Die Probleme saugen ihn wie Blutsauger aus. Sei es, dass er sich danach sehnte, Blutsauger seiner eigenen Probleme zu sein, oder sei es dem Umstand zuzuschreiben, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als sich die Schulweisheit erträumen lässt – eines Tages stellt Hans Leonardt jedenfalls fest, dass er tatsächlich zum Vampir geworden ist.
Doña Elisa ist die ungekrönte Königin der Untoten im gesamten europäischen Osten. Seit Hunderten von Jahren residiert sie in Prag, das unter ihrer Ägide zu Osteuropas Vampir–Hauptstadt wurde. Ihr richtiger Name lautet Elsa Zimmer, die vor vierhundert Jahren im hessischen Raunheim als Hexe verbrannt werden sollte. (Dieser Fall ist übrigens authentisch.)
Julio Palazuelo, vor dreihundert Jahren als Sohn eines andalusischen Großgrundbesitzers geboren, hat sich schon als Sterblicher in allen erdenklichen Kampfkünsten ausbilden lassen und als Vampir seine Kräfte noch einmal vervielfacht. Bülent Sertkük, mit dem Lea in eine Klasse geht, meint: „Wenn Alien und der Terminator zusammen ein Kind hätten, dann wäre er das.“ Palazuelo wurde durch schwarze Magie in Elisas Dienste gezwungen, sie benutzt ihn als ihren „Mann fürs Grobe“ und setzt ihn auf Leas Fährte …
Da ihr Vater Programmierer ist, will Lea ihn auf seinem eigenen Terrain beeindrucken und in der anstehenden Projektwoche ihrer Schule ein spektakuläres Programm schreiben. Ein Rückführungsprogramm für unfreiwillig zu Vampiren mutierte Familienväter gewissermaßen. Doch bis die Rückführung aus dem magischen Bann der Vampire gelingt, muss Lea noch zahlreiche Abenteuer und Konflikte bestehen. Dabei ist Bülent anfangs alles andere als eine Hilfe, denn die beiden hassen einander leidenschaftlich, dennoch muss sie ihn im Verlauf der Geschichte um Hilfe bitten. Doch aus Hass wird Hassliebe und schließlich sogar Freundschaft.
Bülent überredet sie, zur Polizei zu gehen. Dort glaubt ihr Kommissar Ritterbusch kein Wort, schließlich ist er nicht bereit, den Anker der Rationalität für eine hanebüchene Märchengeschichte einzuholen.
Als Lea von einer brutalen Bande bedroht und verletzt wird, sieht ihr Vater seine große Chance. Als Retter in der Not besiegt er die Schurken mit seinen neu gewonnenen Kräften – aber sein unkontrollierbarer Blutdurst lässt den Triumph zur Katastrophe umschlagen. Ohne es zu wollen, trinkt er den Anführer bis zum letzten Tropfen aus und erweist sich damit genau als das Ungeheuer, das er nicht sein will und vor dem Lea sich fürchtet.
Elisa verliert die Geduld und holt Hans Leonardt nach Prag, um an ihm das „Ritual der gleißenden Dämonen“ durchzuführen, eine Art magischer Gehirnwäsche, die ihm endgültig seine letzten menschlichen Emotionen austreiben und ihn zu ihrem willenlosen Diener machen soll.
Gemeinsam mit Bülent und ihrer Freundin Lucy bricht Lea nach Prag auf, um ihren Vater aus der Gewalt der Vampire zu befreien. Vorher jedoch müssen sie herausfinden, wie man gegen Vampire überhaupt etwas ausrichtet.
Als Lea beinahe besiegt wird, taucht in letzter Sekunde Kommissar Ritterbusch als deus ex machina auf, der sich nun doch von seiner eingefahrenen Weltsicht trennen konnte und gerade noch rechtzeitig die richtigen Schlüsse zog. Gemeinsam dringen sie bis in die geheimsten Gänge des Anwesens vor, wo am Ende kein Geringerer als Julio Palazuelo auf sie wartet …
Zum Autor:Jahrgang 1971. Stefan Balzter hat bereits einen Roman veröffentlicht, der bei Bastei Lübbe erschien und sich über 4.000 Mal verkaufte. Weiterhin schreibt er Theaterstücke, das aktuellste war bis vor kurzem als Produktion des Stadttheaters Gießen zu sehen.
Seine Sporen als Autor verdiente er sich durch langjährige Mitarbeiterschaft bei der Satirezeitschrift Titanic. Außerdem arbeitete er zwei Jahre lang als Redaktionsleiter eines Stadtmagazins (Auflage ca. 30.000), bevor er sich selbständig machte.
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