Ein Roman von Albert Braun
(Erzählungen)
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Manuskript im Word-Format
Angebotstext
Lieber Helmut,
beiliegend schicke ich Dir ein paar Kurzgeschichten und Gedichte. Die Kurzgeschichten stammen von Leon Weiss, schreibt Albert Braun postum an seinen Freund, den 1982 tödlich verunglückten Verleger Helmut Simler.
Du kennst ihn. Er hat sie erzählt, ich habe sie nur für ihn zusammengeschrieben. Ludwig oder Lambert wollten dazu die Illustrationen fertigen. Wenn Du die Geschichten und Gedichte gut findest, dann verlege sie, aber bitte so, dass Du sie wieder findest; ich glaube, das sollte man einem Verleger einmal sagen dürfen. Wenn Du sie der Veröffentlichung nicht wert erachtest, verlege sie auch, Du brauchst sie dann aber nicht mehr zu finden. Das ist das Gute für Euch Verleger.
Von den Geschichten sei keine einzige erfunden, sagt Leon, er habe sie alle selbst erlebt. Du wirst sagen, das kann auch nur ihm passieren. Auch recht.
Wenn die Geschichten einmal nicht aus seinem Leben stammen, dann habe ich das vermerkt und sie als Erzählung von Bekannten, Freunden oder Kollegen ausgewiesen.
Noch eins zum Inhalt der Geschichten: Es dreht sich alles um Alltägliches, einmal um etwas Heiteres und einmal um etwas Nachdenkliches, um unsere Vorurteile, unsere Blasiertheit, unsere Hochmütigkeit, aber auch um die Liebe.
Manche, denen Leon die Geschichten erzählt hat, haben herzhaft gelacht, wenn ihm zum Heulen war. Wenn er einmal lachen musste, war oft den anderen zum Heulen. Die Geschichten sind wie das Leben, einmal zum Lachen, ein anderes Mal zum Heulen.
Dein Albert
Alles gesagt? Geschichten eines erlebnisreichen Lebens, Geschichten zum Lachen, zum Weinen, wie das Leben halt so spielt? Es scheint so. Aber der Schein trügt, denn Albert Brauns Geschichten sind Türen zur Wirklichkeit. Und in Wirklichkeit gibt es bekanntlich ja nur drei Themen: Liebe, Tod & Teufel. Von allen dreien handeln auch diese Geschichten. Dass sie einem toten Verleger zur Veröffentlichung vorgelegt werden, machen sie verdächtig und lassen uns vermuten, dass es sich bei ihnen um Falltüren zur Wirklichkeit handeln könnte, einer Wirklichkeit, die ins Jenseits fällt. Wie sonst könnte Albert Braun dem toten Verleger folgende Wünsche als Hermesboten zur Lektüre dorthin senden?
Wünsche
Übereinanderherfallen können, frei sein, von Venus geleitet,
mit Salz auf der Haut, in der Suppe, im Haus, ohne Harm,
von Banden der Zärtlichkeit, Verve und Geist begleitet,
Träume und Wirklichkeit voller Charme.
Ruhe, Gelassenheit, Einsamkeit und Friede,
eine Geige zum Rauschen des Waldes, des Baches,
Wildheit, Antritt, Standing und Liebe.
Das alles möge Dich begleiten, bei der Lektüre dieses Buches,
und immer,
und dass Du Dich mit den Flügeln der Seele
stets über alles erheben mögest.
Das wünschen Dir Albert und Leon.
Albert Braun betritt mit Türen zur Wirklichkeit Räume, die nur die Literatur zu betreten vermag: Räume des Schweigens, des Lichts, aber auch des Lachens und der schwelgenden Nähe. Doch er betritt sie nicht wie ein Hohepriester der Sprache, sondern wie ein Gast zum Fest.
Zum Autor:
Jahrgang 1946; promovierter Jurist. Albert Braun war lange Zeit Justitiar einer großen Bundesbehörde und ist seit mehr als zehn Jahren Hochschullehrer für Wirtschaftsrecht.
Nach zahlreichen Fachpublikationen legt Albert Braun mit Türen zur Wirklichkeit seine erste belletristische Arbeit vor.
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