Ein Roman von Helga Laugsch
(Erzählungen)
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Manuskript im Word-Format
Angebotstext
„Die Nacht ist ihr ein selbstverständliches Revier“, schreibt die bekannte österreichische Autorin und Kritikerin Sylvia Treudl über Helga Laugsch, „sie scheint ihr zu passen wie ein Handschuh – oder besser: wie ein Samtumhang in tiefem Blau …“
Fool if you think it‘s over. Alles schon mal ausprobiert, älter geworden, klüger geworden, verletzlich geblieben, noch immer voller Sehnsucht – aber stets bei klarem Verstand, wenn sich ein neuer Lover zeigt, der viel verspricht, und wenig halten wird.
So sind die starken Frauen, von denen Helga Laugsch in ihren Nachtgeschichten erzählt.
Schade, daß ich meine schwarzbestrumpften Beine nicht auf den Tresen legen kann, übereinander, den Spann lasziv geräkelt, selbstredend.
Aufreiß–Touren durch die große Stadt, Fach–Kongresse, Frauenpower. Schmink–, Duft– und Kleiderfragen, Beziehungstratsch und gängige Diskurse, mal schön ironisch, mal durchaus ernst. Herzschmerz, Suizidgedanken, heißes Begehren, kleine Feste, schlaflose Nächte mit oder ohne Bettgenossen und gelegentlich eine Autofahrt mit Freundin über den Mittleren Ring.
„Schau, da geht‘s zur Salzburger Autobahn. Wir können noch irgendwo weitertanzen oder uns heißblütige Lover suchen. Wir können auch einfach weiterfahren, bis nach Sizilien …“
Helga Laugschs Nachtgeschichten handeln von Frauen, die die Nacht zum Tag machen, weil die Tage ihnen schon zu schmerzhaft sind. Enttäuschte, verletzte Frauen, die es noch einmal wissen wollen und immer wieder das Gleiche erfahren, ohne indes aufzugeben.
Da ist die Schmerzenssammlerin, die jeden Samstag zum Bahnhof fährt, um auf einen Geliebten zu warten, der nicht kommt; die Wächterin im Gewissen der Stadt, die ihrem verschwundenen Vorbild Nora auf der Spur ist; die Lehrerin, die in der Versuchung über einen Problemschüler nachdenkt und die Läuferin, die jede Nacht eine Tankstelle ansteuert.
Nachtgeschichten von Frauen, die suchen, verlieren und finden, die zurückkehren – und manchmal sogar bleiben.
Mit Helga Laugsch ist ein erstaunliches „Fräulein Wunder“ aufgebrochen, um mit melancholischem Sirenengesang zur nächtlichen Suche nach der verlorenen Sehnsucht zu locken.
Zur Autorin:
Geboren 1955 in München und seitdem dort geblieben; normale, absurde und interessante Jobs zur Finanzierung des Lebens (wie Arbeit bei der Post, Fotografieren auf dem Oktoberfest und Management für Rockbands); Promotion an der LMU München über den Matriarchatsdiskurs. Seit Ende der 80er Jahre arbeitet Helga Laugsch als freie Autorin, Dozentin, Lektorin und Referentin. Bisher sind von ihr zahlreiche Erzählungen in diversen Publikationen erschienen.
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