Ein Roman von Stefan Sprang

(Erzählungen)

Anschläge inklusive Leerzeichen: ca. 300.000
Manuskript im Word-Format

Angebotstext

Paarfindung war noch nie ein einfaches Unterfangen. Das Thema Die Liebe und warum wir es so schwer mit ihr haben (mit ihr und der Liebe) ist so alt wie eh und ewig, wenn man mal generös davon absieht, dass heute alles noch schwieriger geworden ist. Besonders Männer und Frauen in den angeblich „besten Jahren“ zwischen Dreißig und Vierzig tun sich sehr schwer, den Traum von der großen Liebe zu verwirklichen.

Boy meets Girl versammelt rund ein Dutzend Erzählungen um dieses Thema, dabei wechseln „Sound“ und „Erzähl–Okular“ wie die „Beziehungsfarben“ der revueartig an uns vorbeiziehenden Episoden, einige sind melancholisch oder tragikkomisch, andere schweben mit der Leichtigkeit des heiter ironischen Seins an uns vorüber, nicht ohne einen Hauch der Wehmut zu hinterlassen (wie ein Parfüm, das uns ungefragt gefangen nimmt).

Alle Geschichte haben eine innere Verbindung: Figuren, die dort vielleicht nur kurz als Nebenfigur auftauchen, spielen in einer anderen Erzählung die Hauptrolle.

Siebenhundert Kilometer – Er und Claudine
Es ist eine Liebe auf den ersten Blick. In Wien lernen er und Claudine sich kennen. Sie leben diese Liebe sehr intensiv, aber als Fernbeziehung. Doch beide folgen sie einem ewig gleichen Drehbuch, das fast wie ein Fluch erscheint: Sie wollen beide endlich ankommen und doch immer wieder unterwegs sein. Am Ende bleiben sie im Teufelskreis aus Annäherung und Abstoßung gefangen.

An der Salatbar
Lange hat er auf diesen Tag hingearbeitet, der junge Mann aus der Grafikabteilung. Heute wird er seinen Schwarm ansprechen. An der Salatbar. Heute ist Sabrina Lindemeister fällig. Er hat alles darüber gelesen. Wie man richtig flirtet. Und ausgerechnet dann passiert was, was in keinem der Bücher stand …

Rückflug
Ein Paar verbringt einen Liebesurlaub in Rom. Während die beiden im Landeanflug sind erinnert er sich ebenso an die romantischen wie erotischen Tage – aber auch an die Unsicherheit und Beklommenheit, die hinter allem lag: denn bei der Rückkehr am Flughafen dürfen sich die beiden nicht mehr kennen. Sie wird nämlich von ihrem Ehemann in Empfang genommen.

Boy Meets Girl
Er ist studierter Philosoph. Sie kann kochen. Beide kommen sie aus unterschiedlichen Welten, aber sie teilen viele Interessen. Er hat Katharina im Internet kennengelernt. Als er eines Tages zu einem Vortrag in die Nähe ihrer kleinen Heimatstadt reist, besucht er die Mutter von Zwillingen. Es liegt etwas in der Luft, es prickelt, trotzdem fühlt er sich vollkommen fehl am Platz. Als Katharina eine naive Frage stellt, geschieht das Unvorstellbare.

Mili
Eigentlich ist er ein netter Kerl, der so einiges hat, was eine Frau sich heute wünscht. Dennoch ist er von seiner Freundin verlassen worden, weil sein Leben ihr nicht leise genug war. Lange sucht er nach einer neuen Liebe. Die junge Frau, in die er sich schließlich verliebt, kommt aus Bratislava. Er besucht ihre Heimat, er beginnt mit ihr zu leben. Aber was ihm dennoch fehlt: er kann sie nicht riechen. Denn Mili ist eine Pornodarstellerin, die er nur aus den Filmen kennt.

Stefan Sprang verfügt über die wunderbare Gabe des unsichtbaren Erzählers, dem die Liebe zu seinen Figuren unter der Hand zu Menschen geraten, die wir nur zu gut zu kennen glauben. Es dürfte in der deutschsprachigen Literatur nur ganz wenige Autoren geben, die auf einer so kurzen Erzähldistanz ein so breites Gefühlspanorama entfalten können.
Zudem besitzt Stefan Sprang etwas ganz Seltenes: literarischen Schmelz.
Literarischen Schmelz?
Ja, den gibt es. Hier zu lesen. In zauberhaften Geschichten von der Liebe der Hiesigen im 21. Jahrhundert. Jenseits jeglichen gefühlskitschigen Geschwätzes.


Zum Autor:Stefan Sprang, geboren 1967, lebt in Essen und Frankfurt als Hörfunkjournalist. Er hat Germanistik und Politik in Münster und Berlin studiert und war in den 90er Jahren Mitbegründer der Literaturzeitschrift Konzepte – Magazin für eine junge Literatur. Viele Jahre hat er als Comedyautor und –produzent für den Hörfunk gearbeitet. Unter anderem erhielt er dafür 1999 den Kurt–Magnus–Preis der ARD.
Veröffentlichungen (eine Auswahl)
Das letzte Siegel. In: Isaac Asimov’s Science Fiction Magazin. 43. Folge. Hrsg. von Friedel Wahren. München 1994.
Textviren zwischen elektronischen Realitätsprogrammen – Wie Literatur am Thema Medien ihre Gegenwärtigkeit beweisen kann. In: Deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Wider ihre Verächter. Hrsg. von Christian Döring. Frankfurt/M. 1995
Call and Response – Mutmaßungen über Sprache im Medienraum der Zukunft. In: Sprache im technischen Zeitalter. 35. Jg. Berlin 1997.
Radio–Comedy. Mit: Rainer Dachselt und Ingo Schwarz. Konstanz 2003.
Artikel zu Matthias Altenburg, Norbert Hummelt, Stefan Schütz und Ulrich Woelk. In: Handbuch der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. München 2003.
Kiosk Kübler – Das Album (Comedy). hrMedia. Frankfurt 2003.
helden: tot. Mischmut. Berlin 2007. Nominiert für den deutschen Hörbuchpreis 2008 in der Kategorie Sprecher (Sprecher: Andreas Fröhlich)

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