Ein Roman von Gyp Schasiepen
(erotische Literatur)
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Manuskript im Word-Format
Angebotstext
eine Dame, „entre tout les ages“, bekommt es plötzlich mit ihrer innerhalb des Bermuda–Dreiecks in einem Lustschlösschen residierenden „kleinen Dame“ zu tun, die es heftig nach Abenteuern mit dem „kleinen Herrn“ im Schritt der Männer gelüstet.
???
Lassen Sie mich „Schritt für Schritt“ von Gyp Schasiepens preziösen Obszönitäten berichten.
Oder lassen Sie es mich doch lieber lassen, schließlich kommt die Dame erfreulicherweise gleich zu Anfang Ihres Hardcore–Romans ganz unprätentiös auf den G–Punkt:
Wann hattest du deinen letzten Schwanz?
So jedenfalls fragte er. Das war die abschließende Frage in seinem Brief.
Tja.
Wann? Ich denke, es war im Februar.
Jetzt haben wir Dezember. Immerhin noch desselben Jahres. Aber. Ist das nicht doch ein bisschen lange her?
Verträumt denke ich an den kleinen Ben vom letzten Sommer. Aber mit dem isses ja zu nichts gekommen.
Eben. – Sie – dazwischen.
Wer spricht?
Wer spricht? Na das isses ja eben: Sie, die kleine Bermuda–Dreieck–Lustschloss–Besitzerin mit dem schönen Vornamen Vagina. (Es hat sie übrigens noch nie jemand nach dem Nachnamen gefragt.)
Dialoge zwischen Herrn und Lustknecht gab und gibt es zuhauf. Selbst Vagina–Monologe. Sie erinnern sich: Das Theaterstück von Eve Ensler, vorgetragen von den Co–Vaginen Iris Berben und Hannelore Elsner. Aber hier geht es um einen Crossover–Dialog zwischen Herrin und Lustsklavin. Sie können gleich reinschauen. Für was gibt’s schließlich eine Leseprobe.
Henrik M. Broder sprach in seiner Rezension über die Vagina–Monologe, die im Sommer 2001 Furore machten, bevor der elfte September alles erstickte, von der „Banalität der Mösen“. Doch weder um die Banalität der Mösen noch um die Matriarchalität des Bösen geht es in Solo für zwei Frauenstimmen, sondern um die amourösen Erlebnisse zwei und derselben Frau. (Klar, Madame Vagina sieht alles aus der Höhlenperspektive, freilich völlig unplatonisch: Sie ist verliebt in den „Aufstand“ der Männer. Und die Vaginabesitzerin selbst? Doch ich will nicht vorgreifen. Frauen können das viel besser. Warum lassen wir uns sonst schließlich so gern von Ihnen „vorgreifen“?)
Ist der ungenierte Dialog des Mannes mit seinem „kleinen Herrn“ durchaus salonfähig und allenthalben (letztes Beispiel der Film mit Nicholson Was das Herz begehrt) wohlwollender Nachsicht sicher, muss „die kleine Dame“, erst in den Sprachgebrauch eingeführt werden, um nicht als Möse und Fotze ins Abseits gesellschaftlicher Konventionen zu geraten.
Dem stellt sich Gyp Schasiepens literarischer Hardcore–Roman mit der erotischen Verve und lebensprallen Erfahrung einer mit einem wildbewegten Leben beschenkten Frau erfolgreich entgegen, in vergnüglicher Nachfolge der Vagina–Monologe und weitaus farbiger als in Das sexuelle Leben der Catherine M.
Zur Autorin:
Gyp Schasiepen, geb. 1935, lebt in Lörrach:
„Mit siebzehn Tippse ohne Abi, mit zwanzig Ehefrau und Mutter, mit neununddreißig Studium der Sozialpädagogik, mit zweiundvierzig Bewährungshelferin. Seit vierzehn Jahren bin ich Witwe, seit fünfundzwanzig Jahren Single.“
Ihr erster unter ihrem Mädchennamen Gyp Pauly im Kore Verlag erschienene Roman Tochter zweier Ungeheuer ist eine schamlose und freche Abrechnung mit den Ungeheuern der Kindheit: Das kleine Mädchen der Kriegs– und Nachkriegszeit, das den Nachstellungen der Erwachsenen ratlos zu entkommen versucht, wird zur Frau, die phantasievoll ihre eigene Sexualität sucht und gewinnt.
Weder um die Banalität der Mösen noch um die Matriarchalität des Bösen geht es in Solo für zwei Frauenstimmen, sondern einzig und allein um die alterslose Lust an der Lust. Hinreißend, witzig, lesegeil!
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