Ein Roman von Tom Wildt
(Crossover)
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Manuskript im Word-Format
Angebotstext
Tom geht’s prächtig: Super bezahlter Job als Redakteur eines Hochglanzpolitmagazins, zärtliche Freundin, die nie mit Vorstellungen von gemeinsamer Zukunft, Heirat oder so nervt, gemütliche Bleibe in einem der besseren Quartiere von Zürich … Aber! Aber was? Wenn man an der silberglänzenden Oberfläche kratzt, kommen leider unschöne Stellen zum Vorschein. Der Job ist zwar okay, aber das New Trans Pacific in Wirklichkeit ein Public–Relations–Instrument. Finanziert aus ziemlich kontaminierter Quelle. Freundin Babsbaby ist zwar eine heisse Nummer, aber nicht das, was Tom sich früher mal unter der grossen Liebe vorgestellt hat. Und was das Gravierendste ist: Der schlechte Geruch, der von den Leichen aufsteigt, die Tom im Keller hat, wirkt sich in letzter Konsequenz fatal für den Zürcher Vorzeigejournalisten aus.
Es beginnt an einem schönen Morgen im März: Jeff, Toms eigentlicher Boss, reist aus Atlanta an. Das New Trans Pacific ist Ableger eines mächtigen Medienkonglomerats mit Sitz in den USA. Jeff, offiziell Redaktions–Koordinator der Firma, ist inoffiziell auch der Mann für Spezialprojekte üblen Kalibers. Und genau um ein solches Projekt geht es: Tom soll in Shanghai 2 Aufträge erledigen. Auftrag Nr. 1 ist sauber: Interview mit einem Top Shot an einer WTO–Konferenz. Auftrag Nr. 2 ist heikel: Elimination des Chefs einer chinesischen Geheimgesellschaft. Toms Versuch, den Hit–Job abzulehnen, scheitert kläglich. Jeff hat einen Joker im Ärmel, den er jetzt ausspielt: „Du fliegst nach Shanghai und knipst diesen alten Bastard aus. Das bist du uns schuldig, und du kennst die Konsequenzen, falls du dich weigern solltest.“ Ja, die kennt Tom. Es sind die Leichen in seinem Keller, die ihn erpressbar machen. Also resigniert er. Gegen Schluss des Briefings lässt Jeff noch eine Bombe platzen: „Das Ganze passiert gar nicht wirklich“, versichert der Boss seinem Frontmann. „Real gesehen musst du überhaupt keinen ausschalten. Ist alles nur virtuell.“
Nachdem Tom in Shanghai gelandet ist, lässt sich erst mal alles ganz normal an. Das Peace Hotel (früher Cathay), Luxusabsteige mit legendärer, von Leuten wie Vicky Baum und Stephen Spielberg abgefeierter Vergangenheit, imponiert ihm. An der WTO–Konferenz läuft auch alles fast nach Plan. Und am Abend lässt sich Tom in der Stadt widerstandslos von einem schönen, aber rätselhaften Mädchen aufreissen und schleppt sie ins Hotel ab. Doch während die lauwarmen Wellen der alltäglichen Wirklichkeit noch träge vor sich hinplätschern, ist die grosse Transzendenzmaschine längst angelaufen.
Schlag Mitternacht läuft sie auf Hochtouren. Das niedliche kleine Strassenmädchen von eben erscheint dem verblüfften Tom als hinreissende, hyperelegant ausstaffierte Schönheit, Stil 30er Jahre 20. Jahrhundert. Und es kommt noch mysteriöser. E–Wa, so heißt das Zauberwesen, verführt Tom zum Besuch einer im Dachgeschoss des Hotels abgehenden Party. Während ein Tanzorchester im Retro–Stil der Swing–Ära unermüdlich in die Hörner bläst, schweben vor Toms Augen veritable Gespenster der Zeitgeschichte vorüber: Thomas Mann. Madame Mao. Charlie Chaplin. Und mehr. Irgendwann läuft die champagner– und kokshaltige, vor Erotik knisternde Party aus dem Ruder und schlingert direkt hinein in die Katastrophe.
Den beiden gelingt die Flucht – aber die führt nicht zurück in Toms vertraute Normalwelt, sondern in ein hybrides Shanghai, das durch rätselhafte Energien in einen doppelbödigen Zustand versetzt wurde und wie in einer Endlosschleife ständig zwischen der Vergangenheit (1936) und der Gegenwart oszilliert. Das Leben dort ist brandgefährlich. Tom und E–Wa werden gnadenlos gejagt – und schließlich gestellt: Nach einer wüsten Ballerei kracht ihr Auto ins Geländer einer Brücke, fliegt auseinander und Tom in hohem Bogen in den Suzhoo Creek. Ob er je wieder auftauchen wird, bleibt offen. E–Wa entkommt und transkribiert Toms gespeicherte Daten in ein Worddokument – dem Basismaterial für den Roman. Im Epilog fügt sie die Sicht der Dinge aus ihrer Perspektive hinzu. Was E–Wa – deren Name sich kaum zufällig von der mythischen Gottheit Nü–Wa ableitet – nicht verrät, ist das Geheimnis ihrer Existenz: Weil sie es selbst nicht kennt.
Autor Tom Wildt, Held seines eigenen fiktiven Romans (vielleicht gibt es ihn real gar nicht, oder die Fiktion ist die eigentliche Realität) hat einen atemlosen Page Turner geschrieben, der die Leser von der ersten Seite an in einen Strudel bizarrer Ereignisse hineinzieht. Ein Stück Bewusstseinsliteratur mit Anleihen bei der Populärliteratur und versteckten philosophischen und fernöstlich mythischen Bezügen. Ein Roman, in dem es gilt, von der scheinbar unverrückbaren Wirklichkeit Abschied zu nehmen, um in eine spiegelbildartige Welt abzudriften, in der alles verkehrt ist und nichts, wie es sein sollte: selbst die Liebe, das Leben und der Tod nicht.
www.shanghai–story.net/ewa
Auf diesem Blog (D & E) spinnen verschiedene Protagonisten die Geschichte Shanghai bringt mich um in Wort und Bild weiter. Und ein Chronist erzählt in kurzen Rückblenden Episoden aus der Story. Von realen Personen der Zeitgeschichte, die im Roman vorkommen, führen Links zu weiteren Informationen.
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