Ein Roman von Svenja Hofert

(Crossover)

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Manuskript im Word-Format, gepackt als Zip-Datei

Angebotstext

als mir dieses Manuskript in die Hände fiel, schreibt die Autorin, wußte ich zunächst nicht, wie ich es einordnen sollte: handelte es sich um einen Roman oder um einen Tatsachenbericht?
Die Entscheidung darüber fiel wenig später, als ich in der wohlverpackten Manuskriptsendung den Brief von Dan, dem Verfasser von „Mygan“, mehr zufällig unter dem Packpapier fand.Es sind sehr wenige Dokumente aus den Jahren vor dem Untergang der Erde erhalten. Vor allem aber fehlten bisher Erfahrungsberichte von Menschen, die wie Dan Kontakt zu Bewohnern anderer Planeten hatten und uns wertvolle Erfahrungen über das Leben dort mitteilen können.Interessant ist, daß Dan in jenem Brief das Mißtrauen der Verleger gegenüber seiner Geschichte erwähnt. (Was Sie sicher zu entkräften wissen; KM.)

Ich kann Mygan gar nicht erfunden haben, denn ich hasse reine Erfindungen, überdies besitze ich gar keine Phantasie! behauptet Dan. Eben daran sei ja seine schriftstellerische Laufbahn gescheitert, weil die Vorstellung, von blutsaugenden Verlegern veröffentlicht zu werden, seine fehlende Phantasie schließlich vollends blockiert habe.
Die verseuchte Erde, führt Dan weiter aus, ist heute mittlerweile begehrtes Untersuchungsobjekt für die interkosmische Forschung, denn sie bietet eine reichhaltige Palette an totem Müll. Doch zeuge kein einziges dieser leblosen Relikte vom Kontakt der Erdenbürger zu anderen Planeten. Deshalb frage er sich, ob der Erdbevölkerung tatsächlich bewußt gewesen sei, daß ihr Planet nicht als einziger bewohnt gewesen war. Offensichtlich hätten sich die Regierungen der in unzählige Nationalstaaten atomisierten Erde gegen alles gewehrt, was gegen ihre physische und intellektuelle Vorherrschaft im Universum sprach. Daher haben sie sich zwangsläufig auch gegen Mygan gewehrt. Die Geschichte dieses winzigen Planeten sei jedoch ganz anders verlaufen als die der Erde, deren Bewohner mit wenigen aufeinanderfolgenden kriegerischen Schlägen sowie vorsätzlichem Umweltterrorismus und zahlreichen Kollektivschlägen gegen die Natur dem scheinbar unbewußten Massen-Suizid erfolgreich in die Hände gespielt hätten.
Eine Handvoll Tiere und Menschen haben sie retten können. Durch sie seien sie in der Lage gewesen, Sprache und Gewohnheiten der Erdenbewohner kennenzulernen. Von ihnen hätten sie übrigens auch erfahren, daß diese tatsächlich davon überzeugt gewesen sein mußten, die Natur, die schließlich vor ihnen da war, beherrschen und ihren Widerstand endgültig brechen zu können.

Ungeachtet ihres stetigen Bemühens um Erhaltung ihrer Sprache und Kultur wird deutlich, daß die Nachkommen der Erdenbürger nur noch wenig von ihren Vorvätern und -müttern wissen. Langsam, sehr langsam, sterben die alten Lebensformen, sterben die überlieferten Traditionen aus. Was bleibt sind die Dokumente, sind die schriftlich fixierten Sprachen.

Von Mygan indes bleibt nur eine Erzählung, ebendieser Bericht von Dan, den Svenja Hofert zum Ausgangspunkt eines futuristischen Romans gemacht hat, den ich Ihnen empfehlen möchte.

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